Spannung vor dem Derby HHB gegen TSV II

HHBurgwedel Sep18 (32).jpg Ob Florian Freitag von Handball Hannover Burgwedel gegen die TSV Burgdorf II auch so eine hohe Hürde überwinden muss? (Foto: Holger Staab)

HHB-Spieler wollen sich für bisher schwache Leistungen revanchieren

BURGWEDEL (st). Ein Derby liegt in der Luft! Am Freitag, 16. November, um 20 Uhr treffen in Burgwedel in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ die beiden Teams von Handball Hannover Burgwedel und TSV Burgdorf II aufeinander und werden sich keinen Meter Boden gönnen und bis zum Umfallen kämpfen, damit ein Derbysieg in der 3. Liga Nord gelingt. Die Derbybilanz ist annähernd ausgeglichen und der Ausgang der Partie offen, auch wenn die Burgdorfer in den letzten Wochen starke Leistungen zeigten und sechs Siege in Folge feierten. Der HHB schwächelt noch und trotz des 29:27-Erfolges zuletzt gegen HSG Ostsee wird es schwer, aus dem unteren Tabellendrittel herauszukommen.
Für HHB soll es am Freitag einen Durchbruch geben, die Spieler wollen sich für bisher eher schwache Leistungen revanchieren und mit einem Erfolg in bessere Zeiten starten. Trainer Claas Wittenberg will zudem gegen seinen ehemaligen Verein als aktiver Spieler, seiner Mannschaft zum Sieg verhelfen. Ob das gelingt, wird das Spiel zeigen, das sicher wieder intensiv und spannend sein wird. Burgwedel gegen Burgdorf, da treffen verschiedene Systeme aufeinander, denn die TSV gilt als Talentschmiede und hat viele junge Spieler in ihren Reihen. Zwar hat HHB seit längerer Zeit auch mehr auf frische junge Akteure gesetzt, in der laufenden Saison aber einige erfahrene Spieler wie Nenad Bilbija, Thomas Bergmann, Christian Hoff oder Florian Freitag im Kader, die das Durchschnittsalter erhöhen. Spielerisch können beide Teams glänzen, haben aber in einigen Begegnungen der Saison so ihre Schwierigkeiten gehabt. Die Burgdorfer stehen letztlich aber besser da, denn mit einem positiven 14:8-Punktekonto ist nach schwachem Start und 2:8-Punkten der 4.Platz erreicht. Jetzt wollen die Spieler um Trainer Heidmar Felixson mehr und sich vielleicht sogar in die Spitzengruppe vorarbeiten, die nur vier Punkte entfernt ist.
Die Voraussetzungen bei HHB sind ganz anders. Die Mannschaft dümpelt im unteren Mittelfeld herum und ist abstiegsgefährdet. Coach Wittenberg hat es noch nicht geschafft, eine Konstanz in die Leistungen der Mannschaft zu bekommen. Teilweise sind Kay Behnke und seine Mitspieler aggressiv und sicher in der Abwehr und treffsicher im Angriff, in einer späteren Spielphase dann aber wieder unkonzentriert und die Chancen werden nachlässig vergeben. So kommt HHB nicht aus dem Tabellenkeller heraus und deshalb soll das schnellstens anders werden.
Für das Derby ist eine Voraussage des Ergebnisses schwierig, denn in den vergangenen Jahren gab es durchaus überraschende Resultate, die so nicht zu erwarten waren. In der Saison 2017/2018 deklassierte die TSV II HHB mit 34:25-Toren in eigener Halle und einem 28:20-Sieg in Burgwedel. In der Saison davor gab es mit 30:19 und 19:16 zwei Erfolge der damaligen HSG Burgwedel. Insgesamt ist Burgwedel mit sechs Siegen und vier Niederlagen, bei einem Torverhältnis von 256:257-Treffern in den letzten fünf Spielzeiten leicht im Vorteil, ob das aber auch für das Spiel am Freitag gilt, wird sich zeigen.
Für die Handballfans sind Derbys immer das Salz in der Suppe und so wird die Burgwedeler Halle sicher wieder gut gefüllt sein. Können die Wittenberg-Schützlinge ihre Fehlerquote geringhalten und sich schnell ordnen, dann wird sie bis zum Ende mithalten können. Hat die Recken-Reserve aber gleich zu Beginn einen Lauf und erarbeitet sich schnell einen Vorsprung, dann wird es für HHB schwer, die jungen Wilden aus Burgdorf zu stoppen.