Schweres Auswärtsspiel und viele Reisestrapazen

Bodenkampf in der DKB Handball-Bundesliga: Fabian Böhm von der TSV Hannover-Burgdorf will mit seinem Team beim Auswärtsspiel bei HC Erlangen aber nicht tief fallen. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf wieder vor entscheidenden Begegnungen

BURGDORF (st). Die TSV Hannover-Burgdorf bewegt die sportlichen Gemüter in Hannover und Umgebung. Nach einer kurzen Pause zum Monatsbeginn März und dem Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (28:33) am vergangenen Donnerstag, geht die Reise der Recken in drei Wettbewerben, der Bundesliga-Punktrunde, dem Europapokal und dem DHB-Pokal weiter. Vom 21. bis zum 31. März stehen vier Spiele auf dem Programm und die haben es in sich. Den Anfang macht die Partie in der DKB Handball-Bundesliga bei HC Erlangen.
Am morgigen Donnerstag, 21. März, geht die Reise der TSV-Delegation in Richtung Großraum Nürnberg. Um 19 Uhr gastieren die Recken in der 8.300 Zuschauer fassenden Arena der Nürnberger Versicherung und treffen auf HC Erlangen. Der Gastgeber ist Tabellennachbar der TSV und wird in eigener Halle versuchen, die Hannoveraner zu bezwingen und die Chancen auf einen einstelligen Tabellenplatz zu erhalten. Die TSV möchte zum Start in das stressige Programm aber ebenfalls einen Sieg, denn der könnte Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben bringen.
In der Hinrunde gab es Mitte Oktober 2018 einen knappen 26:24-Erfolg der TSV Hannover-Burgdorf. Der kam aber erst zum Ende der Spielzeit zustande. Bis zum 24:24-Zwischenstand in der 58.Spielminute hielt Erlangen dagegen und erst durch zwei Treffer von Nejc Cehte und Evgeni Pevnov 16 Sekunden vor Schluss konnten die Punkte in Hannover bleiben. Es wird also kein leichtes Spiel gegen den HC, denn der Gegner ist hoch motiviert und hat eine ausgeglichen besetzte Mannschaft. Trainer Adalsteinn Eyjolfsson setzt auf Akteure wie Christoph Steinert und Nikolai Link. Beide Angreifer waren auch in Hannover mit insgesamt 14 Treffern erfolgreich. Der 29-jährige Steinert trifft von der rechten Rückraumseite und sollte von der Recken-Defensive früh am Torwurf gehindert werden. Link der im Hinspiel sechsmal einnetzte, ist ebenfalls Rückraumschütze, fühlt sich aber auf der linken Seite wohl. Darüber hinaus sind Rechtaußen Johannes Sellin und Kreisläufer Sergej Gorpishin, den die Hannoveraner aus Zeiten bei HF Springe kennen, sehr torgefährlich. Die Erlanger leben von ihrer geschlossenen Teamleistung, haben mit Nikolas Katsigiannis einen ausgezeichneten Torwart, der die Recken von seiner Zeit in Hannover gut kennt und werden gerade in eigener Halle mit einer Topleistung aufspielen. Respekt verschaffte ihnen das 23:23-Unentschieden gegen das Topteam Rhein-Neckar Löwen Anfang März, als sie eine tolle Vorstellung boten.
Mit nur etwas mehr als 25 Gegentreffer pro Spiel ist die Abwehr der Erlanger das Paradestück. Die Burgdorfer kassierten durchschnittlich mehr als 28 Gegentreffer.
Das Auswärtsspiel kann demnach nur mit einer kompakten Abwehrleistung für die Recken gut ausgehen. Hier werden die Mittelblocker Evgeni Pevnov und Ilija Brozovic eine wichtige Rolle einnehmen. Wenn die Defensive gut agiert und im Angriff das HC-Bollwerk überwunden werden kann, dann ist ein doppelter Punktgewinn möglich. Aber bis dahin wird es ein langer Weg sein und die Chancenverwertung im Team um Coach Carlos Ortega muss überdurchschnittlich sein.
Im Anschluss an die Partie wird die TSV in Erlangen bleiben und am Sonnabend zum Auswärtsspiel zu HC Eurofarm Rabotnik Bitola in Mazedonien aufbrechen. Eine strapaziöse Tour quer durch Europa. Mit einem Sieg in der Tasche wäre die Reise sicherlich leichter zu bewältigen.