Schweres Auswärtsspiel bei den Mecklenburger Stieren

Nachwuchsspieler Martin Hanne kommt auch gegen einen Block des Gegners durch seine Sprungkraft frei Zum Wurf.  (Foto: Holger Staab)

Positionskampf in der 3. Liga Nord führt TSV Burgdorf II nach Schwerin

BURGDORF (st). Kurz vor dem Saisonende können die Handballer in der Region Hannover nochmal durchatmen und sich in einer kleinen Osterpause auf die letzten Begegnungen vorbereiten. In der Oberliga Niedersachsen sind der Lehrter SV und die TSV Burgdorf III spielfrei und auch Handball Hannover Burgwedel sammelt Kräfte und bestreitet am langen Osterwochenende keine Partie in der 3. Liga Nord. Die TSV Burgdorf II dagegen nutzt die Gelegenheit, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und ist im Auswärtsspiel bei den Mecklenburger Stieren Schwerin gefordert.
Eigentlich könnte Drittligist Burgdorf die letzten beiden Spiele der Saison 2018/2019 ohne Druck angehen. Der bisher erreichte gute Tabellenplatz ist aller Ehren wert und die Mannschaft hat sich im Verlauf der Serie viel Respekt verschafft und überwiegend überzeugen können. Trainer Heidmar Felixson ist mit seinen Akteuren zufrieden und könnte die beiden finalen Partien genießen. Der Coach möchte seine Mannschaft aber in jedem Spiel ein wenig besser sehen und die jungen Talente fordern und fördern, damit sie sich auch höheren Anforderungen stellen können.
Ihre Qualität können die Jungrecken am morgigen Donnerstag, 18. April, ab 19.30 Uhr in der Sport- und Kongresshalle in Schwerin zeigen. Gegen den SV Schwerin kommt es zu einem Positionskampf, denn die TSV kann den Gastgeber bei einem Auswärtssieg noch abfangen und sich selbst verbessern. Deshalb ist die Begegnung zwar im Kampf um den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse nicht von Bedeutung, aber ein wenig Ehrgeiz werden beide Teams ins Spiel bringen.
Die Schweriner waren vor der Saison als Mitfavorit gehandelt, konnten aber gerade in der Anfangsphase der Spielzeit nicht überzeugen und mussten einige Niederlagen einstecken. Auch bei der TSV II gingen sie in der Hinrunde mit 25:33-Toren förmlich unter. Diese Pleite wird der Mannschaft um Trainer Mannhard Bech noch immer in den Knochen stecken und Bech fordert eine Revanche dafür. Siebenmeterschütze Bastian Weiß und seine Mitspieler werden sich also auf wütende Stiere einstellen müssen.
Bei Schwerin konnte zuletzt Rückraumspieler Lutz Weßling überzeugen. Er verwandelt sicher die Strafwürfe und ist aus der Fernwurfzone brandgefährlich. Aber auch auf Außenspieler Christian Zufelde und aus dem Rückraum Nikolas Passias müssen die Burgdorfer aufpassen. Ebenfalls zu beachten ist Neuzugang Morten Joakim Pedersen, der vor der Saison vom dänischen Verein Viborg HK nach Schwerin wechselte. Der Gastgeber ist auf allen Positionen stark besetzt und wird versuchen, seinen Heimvorteil zu nutzen. In der Kongresshalle sind regelmäßig über 1000 Zuschauer dabei und unterstützen ihre Mannschaft.
Lässt sich die TSV von der großen Kulisse nicht beeindrucken, sondern motivieren und kann sie ihr Spiel aufziehen und in der Defensive einen Abwehrblock aufstellen, dann ist die Chance auf einen letzten Auswärtssieg gegeben. Die jungen Burgdorfer haben alle technischen Voraussetzungen dafür und wollen die Saison mit zwei Erfolgen abschließen. Am 4. Mai wird dann um 19 Uhr das letzte Spiel der Saison gegen HSG Ostsee in Burgdorf angepfiffen und die Leistungsträger Johannes Marx, Steffen Schröter und Maurice Dräger, die keinen neuen Vertrag bei der TSV erhielten, werden sich mit guten Leistungen verabschieden.