Recken im Dauerstress in Bundesliga und EHF-Pokal

Mit seinen 32 Jahren gehört Linksaußen Lars Lehnhoff immer noch zu den Führungsspielern bei der TSV Hannover-Burgdorf. (Foto: Holger Staab)
 
Auf Kreisläufer Ilija Brozovic können sich die Recken auch morgen im Spiel gegen die Füchse Berlin verlassen. (Foto: Holger Staab)

Hannover-Burgdorf erwartet am Donnerstag die Füchse Berlin

BURGDORF (st). Nur mit eisernem Willen und der Lust auf Erfolge wird die TSV Hannover-Burgdorf auch die dritte Woche mit der Doppelbelastung Europapokal und DKB-Handball-Bundesliga durchstehen. Am morgigen Donnerstag, 21. Februar, um 19 Uhr steht das Spiel gegen die Füchse Berlin im Vordergrund. Drei Tage später gastieren Kai Häfner und Co im EHF-Cup bei Grundfos Tatabanya KC in Ungarn. Wieder zwei wichtige Partien im Kampf um einen einstelligen Platz in der Liga und international das Viertelfinale zu erreichen.
Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf kämpfen gegen die körperliche Müdigkeit an. Das Programm scheint grenzwertig zu sein, aber Trainer Carlos Ortega und seine Spieler wollen es nehmen, wie es ist. Lamentieren gilt nicht und so könnte das morgige Heimspiel gegen die Füchse Berlin eine echte Herausforderung werden. Die Partie wird in der Swiss Life Hall angepfiffen und die Recken werden krasser Außenseiter sein.
Bereits im Hinspiel in Berlin gab es eine Niederlage. Allerdings verkauften sich Fabian Böhm und seine Mitspieler sehr gut und mussten am Ende nur eine unglückliche 28:29-Niederlage hinnehmen. Die TSV hatte bis zum Schluss gekämpft und zumindest ein Remis verdient gehabt. Aber wie in fünf weiteren Begegnungen der Hinrunde fehlte das Glück, um aus Berlin ein oder zwei Punkte zu entführen. Auch in Hannover wird es schwer sein, die Hauptstädter zu bezwingen. Nach in der Saisonstartphase vielen Verletzungen und Problemen hat sich Berlin zu einem Kandidaten auf die Europapokalplätze hochgearbeitet und steht auf dem 5.Tabellenplatz.
Trainerfuchs Velimir Petkovic hat eine gute Breite im Kader und stützt sich auf Spieler wie Fabian Wiede, Hans Lindberg, Torwart Silvio Heinevetter, Paul Drux und Marko Kopljar. Die Mannschaft ist, in welcher Zusammensetzung auch immer, stets gefährlich und überzeugt durch den Drang zum Tor und einer stabilen Defensive. Petkovic findet oft die richtige Taktik und bereitet sein Team intensiv und zielgenau auf den Gegner vor. So haben sich die Berliner in das Vorderfeld der Tabelle vorgearbeitet und auch Rückschläge weggesteckt.
Die Recken wollen es den Füchsen aber trotz der hohen körperlichen Belastung in den vergangenen Wochen und der noch immer schwierigen Situation mit vielen verletzten Spielern, schwer machen. Die Punkte sollen in Hannover bleiben und wenn die Ortega-Schützlinge ihre Chancen konsequent nutzen, die Deckungsarbeit mit dem Gespann Ilija Brozovic und Evgeni Pevnov einen Zugriff auf die Angreifer bekommt, dann ist alles möglich.
Die Zuschauer in der hoffentlich gut besetzten Halle werden die TSV nach vorn peitschen und für gute Stimmung sorgen. Das wird die Recken beflügeln. Mit Erik Schmidt und Torwart Malte Semisch können die Fans zwei ehemalige Hannoveraner in den Reihen der Berliner begrüßen, eine spielentscheidende Rolle sollen die beiden Akteure aber nicht haben. Das wollen Timo Kastening und Co nicht zulassen und dafür sorgen, dass die Füchse ohne Punkte in ihren Bau zurückweichen müssen.