Pokalrevanche der Recken gegen SC Magdeburg

Nach diversen Verletzungen ist Pavel Atman langsam wieder im Team angekommen. Da hält ihn auch eine Platzwunde über der Augenbraue nicht am Einsatzwillen ab. (Foto: Holger Staab)
 
Ein Vorbild von Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Kreisläufer Evgeni Pevnov im Anflug auf das Tor des Gegners. (Foto: Holger Staab)

Hannover-Burgdorf auf einer Reise zurück in die Bundesligasaison

BURGDORF (st). Am Sonntag, 5. Mai, um 13.30 Uhr kann sich die TSV Hannover-Burgdorf für die Halbfinalniederlage im DHB-Pokal gegen den SC Magdeburg revanchieren. Im Heimspiel in der Swiss Life Hall wollen Trainer Carlos Ortega und seine Spieler alles versuchen, um einen Erfolg zu schaffen. Ob das nach den beiden anstrengenden Wochen mit jeweils Punkt- und Europapokalspielen machbar ist, wird sich zeigen. Der SCM hatte nur zwei Ligaspiele und konnte sich so intensiv auf die für sie wichtige Partie vorbereiten.
Es werden einige Emotionen aufflammen, denn im Pokalhalbfinale in Hamburg bei der 29:30-Niederlage der Recken waren Kleinigkeiten und auch ein wenig Glück zugunsten der Magdeburger entscheidend. Besonders Michael Damgaard wird am Sonntag im Fokus der Berichterstattung stehen, denn er erzielte im Pokalspiel 15 Treffer und traf nach Belieben. Die Recken wollen das nicht wieder zulassen und dem Dänen nur wenig Raum geben.
In den beiden letzten Begegnungen in der DKB Handball-Bundesliga mussten die Recken gegen die Rhein-Neckar Löwen (28:30) und gegen TBV Lemgo (27:27) Punkte abgeben. Im Viertelfinale des Europapokals gegen die Füchse Berlin hatten sie nach der deklassierenden Hinspielniederlage mit 26:34-Toren auch im Rückspiel in Berlin kein Glück und unterlagen leistungsgerecht mit 28:30-Toren. Die beiden Pleiten im Viertelfinale bedeuteten den Abschluss der Europapokalsaison und die bittere Erkenntnis, dass es Auftritte auf internationaler Ebene vorläufig nicht geben wird, denn auch in der Punktrunde reicht der 12. Platz nicht, um sich für internationale Wettbewerbe zu qualifizieren.
Jetzt steht aber die nächste Punktspielaufgabe auf dem Plan und die TSV will noch versuchen unter die zehn besten Teams der Liga zu kommen. Dazu ist gegen eine Spitzenmannschaft wie dem SC Magdeburg ein Erfolg notwendig. Wie schwer das sein wird, zeigt die 23:34-Niederlage aus dem Hinspiel. In Magdeburg war der SCM eine Klasse besser und deklassierte die TSV. Aber das die von Bennet Wiegert trainierte Mannschaft auch schwächeln kann, zeigte sie Ende April bei der 25:26-Niederlage bei HC Erlangen.
Die Recken werden von Beginn an zeigen müssen, wer in der Swiss Life Hall das Sagen hat. Unterstützung erhoffen sich Evgeni Pevnov und seine Mitspieler von den Zuschauern, die trotz der vielen Heimspielen in den letzten Wochen ihre Mannschaft lautstark anfeuern.
Aber nicht nur die Fans, sondern auch die Spieler müssen aktiv werden. Kai Häfner und Pavel Atman sollten zu Normalform zurückkehren. Leider sind Morten Olsen und Fabian Böhm angeschlagen und ein Einsatz ist fraglich. Eine Rückkehr der beiden Langzeitverletzten Mait Patrail und Lars Lehnhoff wird nicht möglich sein. Zuletzt häuften sich zudem Fehlwürfe und technische Fehler nicht nur bei den Rückraumspielern. Eine einfache Aufgabe ist deshalb nicht zu erwarten.
Die Magdeburger stellen eine kompakte Abwehr, greifen beherzt zu und werden die Recken schon im Spielaufbau stören. Um das Bollwerk zu überwinden wird ein beweglicher und schneller Angriff benötigt. Die TSV braucht Varianten, um die Defensive der Magdeburger zu durchbrechen und sollte den SCM mit den eigenen Waffen schlagen. Das sind schnelle Gegenstöße und überraschend vorgetragene Angriffe mit der zweiten Welle.
Wenn die Wiegert-Schützlinge um Damgaard, Christian O’Sullivan, Robert Weber, Matthias Musche und Zeljko Musa gestoppt werden können und die Recken-Keeper Martin Ziemer und Urban Lesjak gute Paraden zeigen, dann kann die TSV gegen die Spitzenmannschaft gewinnen und sich für die zuletzt gezeigten Leistungen und das DHB-Pokal-Halbfinale revanchieren.