Pflichtaufgaben für die Recken im DHB-Pokal

Hoch über den Köpfen des Abwehrspielers kann sich Fabian Böhm die Ecke aussuchen, in der er einen Treffer erzielt. (Foto: Holger Staab)
 
Mit Ilija Brozovic und Evgeni Pevnov hat die TSV Hannover-Burgdorf zwei bärenstarke Abwehrspieler, die vielen Gegnern keine Chance zum Torwurf geben. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf startet gegen ATSV Habenhausen mit Pflichtspielprogramm

BURGDORF (st). In der ersten Pokalrunde des Deutschen Handballbundes (DHB) wird die TSV Hannover-Burgdorf am Samstag, 17. August, und hoffentlich auch am Sonntag, 18. August, erstmals in Pflichtspielen gefordert sein. Wie in den vergangenen Jahren wird der DHB-Pokal zunächst an einem Wochenende in Turnierform ausgespielt und die Recken treffen zunächst auf den krassen Außenseiter ATSV Habenhausen. Der ATSV ist gleichzeitig Ausrichter des Turniers und die Spiele werden in der ÖVB Arena in Bremen ausgetragen.
Für Coach Carlos Ortega und sein Team geht eine sechswöchige intensive Vorbereitungszeit mit vielen Trainingseinheiten und Testspielen am Sonnabend zu Ende. Bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende beim DEXTRA FM-Cup in Bremen konnte der Recken-Trainer sein Team noch einmal auf Herz und Nieren testen und seine Stammformation finden. Gegen den hoch eingeschätzten Bundesligisten MT Melsungen gelang am Sonnabend eine ansprechende Leistung. Letztlich mussten sich Ilija Brozovic und seine Mitspieler aber mit 27:30-Toren geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 konnte dann am Sonntag Frisch!Auf Göppingen mit 28:27-Toren bezwungen werden.
In dieser Woche werden die Fehler aus den beiden Begegnungen nochmal analysiert und hoffentlich abgestellt. Am Sonnabend startet dann die Saison mit dem DHB-Pokalspiel gegen ATSV Habenhausen. Die 64 Mannschaften, die sich für den DHB-Pokal qualifiziert haben wurden nach regionalen Gesichtspunkten in Gruppen eingeteilt und bei der Auslosung wurde die TSV in das Turnier 2 gelost. Die Ausrichtung übernimmt, wenn es möglich ist, der klassenniedrigste Verein. Das ist in diesem Fall ATSV Habenhausen. Der Gastgeber aus der Oberliga Nordsee schaffte in der vergangenen Saison die Vizemeisterschaft mit 42:10-Punkten hinter dem OHV Aurich. Trainer Matthias Ruckh hat eine starke Mannschaft zusammen, die in dieser Saison wieder etwas bewegen will.
Der größte Erfolg des ATSV ist wohl der Pokalsieg in Hamburg. Hier holten sich die Ruckh-Schützlinge im Vorfeld des FinalFour, wo auch die TSV Hannover-Burgdorf im Halbfinale gegen SC Magdeburg spielte und leider knapp verlor, gegen Drittligist BTB Aachen nach einer tollen Leistung den Deutschen Amateur-Pokal 2019. Die Euphorie und die Ausrichtung der 1. Runde des DHB-Pokals gab es dann noch als Bonus und die ATSV-Akteure wollen nicht einfach nur Kanonenfutter sein, sondern gegen die Recken mitspielen. „Wir sind stolz, dass wir mit Hannover-Burgdorf direkt gegen einen sehr bekannten norddeutschen Erstligisten spielen dürfen“, sagte Habenhausens Trainer nach der Auslosung.
Mehr als Mitspielen sollte es aber nicht sein. Immerhin sind die TSVer in der Bundesliga und Habenhausen viertklassig. Alles andere als ein deutlicher Sieg des Teams aus Burgdorf wäre eine Überraschung. Die Recken wollen, auch ohne ihren verletzungsbedingt fehlenden Neuzugang Alfred Jönsson, konzentriert auftreten und sich schnell einen entscheidenden Vorsprung sichern. Die Partie wird um 19 Uhr in der ÖVB-Arena in Bremen angepfiffen. Am darauffolgenden Tag findet ab 15 Uhr das Finale des Viererturnier statt. Sollten Morten Olsen und Co mit einem Sieg die Qualifikation dafür schaffen, wird entweder TuSEM Essen oder der 1. VfL Potsdam als Gegner bereitstehen. Die beiden Teams bestreiten das zweite Spiel am Sonnabend. Favorit ist sicherlich Zweitligist Essen. Hier könnte auf die TSV schon eine größere Herausforderung warten. Aber Ortega und seine Spieler wollen wieder das Achtelfinale der Pokalrunde erreichen und beide Spiele in Bremen für sich entscheiden. „Wir freuen uns über eine kurze Anreise nach Bremen und eine hoffentlich breite Unterstützung von unseren Fans, damit wir unser Ziel, ins Achtelfinale einzuziehen auch erreichen“, sagt der sportliche Leiter der Recken, Sven-Sören Christophersen.
Ein erfolgreicher Pflichtspielstart wäre für die TSV ganz wichtig, um Selbstvertrauen für den Saisonstart in der Liqui Moly Handball-Bundesliga gegen GWD Minden am 25. August ab 16 Uhr in der Swiss Life Hall zu tanken.