Patrick Heldt verlässt den FC Lehrte

Auf der Suche nach einem neuen Verein als Trainer ist Patrick Heldt vom FC Lehrte. (Foto: Klaus Depenau)

Langjähriger Torjäger sucht eine neue Aufgabe als Cheftrainer

LEHRTE (kd). Nun liegen die Fakten auf dem Tisch. Was schon lange Anlass zu Spekulationen gab, wurde nun zur Realität. Patrick Heldt wird zum Ende der Saison seine aktive Laufbahn beim FC Lehrte beenden. Das bestätigte der 39-Jährige langjährige Torjäger des FC Lehrte in einem Gespräch mit dem MARKTSPIEGEL. "Ich werde im August 40 Jahre alt. Da ist es an der Zeit, mit dem aktiven Fußball Schluss zu machen", sagte der in Großburgwedel wohnende Vater von zwei Söhnen.
Der langjährigeTorjäger hatte zwar schon so manches Mal mit dem Ende seiner aktiven Laufbahn geliebäugelt. Doch hatte sich Patrick Heldt insbesondere für seinen letzten Verein FC Lehrte ein Hintertürchen offen gelassen. Nicht zuletzt, weil der Inhaber der B-Lizenz auch seinem Cheftrainer Willi Gramann als Kotrainer zur Seite steht. Doch damit ist nun spätestens am 30. Juni dieses Jahr Schluss. Der Stürmer und Kotainer wird den Fußball-Bezirksligisten FC Lehrte definitiv zum Saisonende verlassen.
Patrick Heldt macht auch keinen Hehl daraus, was er künftig machen wird. "Ich möchte künftig bei einem ambitionierten Verein alleinverantwortlich als Trainer arbeiten. Und das möglichst im Bezirk. Das kann aber auch ein ambitionierter Kreisligist sein. Doch muss es dann passen “, räumt der Torjäger vom Dienst ein, dessen Vater Günther Heldt bereits in den 70er Jahren unter anderem beim damaligen Verbandsligisten FC Stern Misburg ein gefürchteter Torjäger war und stets im Visier der damaligen führenden Vereine des Altkreises wie der TSV Burgdorf, TSV Friesen Hänigsen. SV 06 Lehrte, 1. FC Burgdorf oder dem SuS Sehnde stand.
Im Gegensatz zu seinem Vater, der den "Sternen" treu blieb, verlief die Karriere von Patrick Heldt sehr abwechslungsreich. Obwohl der Spieler mit der Nummer 33 nach seinen Anfangsjahren als Jugendspieler des TSV Kleinburgwedel beim damaligen führenden Aushängeschild, den A-Junioren des SC Langenhagen, auf Regionsebene vor dem Sprung in die auf Verbandsebene spielende 1. Mannschaft stand, verließ er nach der Jugend den Klub, um zunächst bei Kreisvereinen wie dem TSV Kleinburgwedel, TV Badenstedt und bei der SG Thönse/Wettmar Fußball zu spielen.
Die enormen Torjägerqualitäten von Patrick Heldt machte sich dann 2005 der Heeßeler SV als aufstrebender Bezirksverein zu Nutze, wo Patrick Heldt fünf Jahre lang zu den Leistungsträgern des Klubs wählte, bevor dann für ein Jahr der Wechsel zum SV Ramlingen/Ehlershausen führte. Zwei Jahre lang hinterließ Patrick Heldt dann noch bei der TSV Burgdorf mit zahlreichen Toren seine Spuren, bevor sich dann der FC Lehrte 2013 die Dienste des beidfüßigen Goalgetters sicherte, der nach sechs Jahren FC Lehrte nun seine Zelte in der Eisenbahnerstadt abbricht, um nicht zuletzt auch auf Grund seines Alters dann alleinverantwortlich einen Trainerjob zu übernehmen.
Dass er in der Entscheidungsfindung bei der Suche nach einem Trainer der 1. Mannschaft beim FC Lehrte für die Saison 2020/2021 gerne mit dabei gewesen wäre, daraus macht Patrick Held keinen Hehl. "Nachdem ich im vergangenen Jahr auch Willi Gramann als Kotrainer und Spieler zur Seite stand, hatte ich schon erwartet, dass der FC Lehrte auch mit mir das Gespräch suchen wird. Unanhängig vom Ergebnis. Doch ist der Verein nicht auf mich zugekommen und hat das Gespräch gesucht. Das hat mich schon ein wenig enttäuscht, dass man nicht einmal mit mir den Kontakt gesucht hat", räumte Patrick Heldt ein.
Doch zeigt der der künftige Trainer wiederum volles Verständnis für seinen Verein, weiter auf Willi Gramann als Trainer zu setzen. Willi hat sich entgegen seiner ursprünglichen Absicht als Trainer aufzuhören, nun ab Sommer doch dazu entschlossen, seine 18. Saison als Coach beim FC Lehrte zu bestreiten. Besseres hätte dem Verein nicht passieren können. Keinem liegt der Verein so am Herzen wie Willi. Nun werden wir beide noch gemeinsam die restlichen 15 Spiele in der Bezirksliga bestreiten. Und dann ist es auch gut so", sagt der suchende Neutrainer voller Dankbarkeit.