Nur ein Sieg bringt den Klassenerhalt

Zuversicht sieht anders aus! Artjom Antonevitch von HH Burgwedel hofft auf einen Erfolg gegen den SV Anhalt Bernburg. (Foto: Holger Staab)
 
Nenad Bilbija kommt frei zum Torwurf und erzielt einen Treffer für Handball Hannover Burgwedel. (Foto: Holger Staab)

HHB setzt voll auf die Partie gegen SV Anhalt Bernburg

BURGWEDEL (st). Es ist das vorletzte Spiel der Saison 2018/2019 und es könnte für Handball Hannover Burgwedel ein ganz wichtiges Spiel werden. Gemeint ist die Begegnung am Sonnabend, 27. April, um 19 Uhr in der 3. Liga Nord zwischen HHB und dem SV Anhalt Bernburg. Ein Erfolg wäre für die Burgwedeler sehr wichtig, denn im letzten Saisonspiel reisen die Spieler um Artjom Antonevitch zum Meisterschaftskandidaten HC Empor Rostock und da wird ein Punktgewinn schwer zu realisieren sein. Jetzt gilt es den Klassenerhalt zu sichern und da muss sich HHB intensiv vorbereiten und im Spiel alles möglich machen, was die Kräfte noch hergeben.
Es waren zuletzt schwere Wochen für die Drittligamannschaft aus Burgwedel, aber das Team um das Trainertrio Kay Behnke, Marius Kastening und Nenad Bilbija hat sich vom Abstiegskandidaten mit nur acht Pluspunkten zum Jahreswechsel mit starken Vorstellungen und einer kämpferisch exzellenten Einstellung zu einem Hoffnungsträger gemausert. Mittlerweile hat das Team 21 Punkte gesammelt und steht kurz davor, den drohenden Abstieg zu vermeiden. Allerdings haben auch die anderen Konkurrenten in den tiefen Regionen der Tabelle aufgerüstet und kämpfen verbissen und mit Erfolg um den Ligaverbleib. Die letzten beiden Saisonspiele werden demnach zu einer echten Nervenprobe und neben HHB sind MTV Braunschweig, SG Flensburg-Handewitt II, SV Anhalt Bernburg, Füchse Berlin II und HSG Ostsee gefährdet.
Am Sonnabend wollen die Burgwedeler in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ aber nur auf sich schauen. Gelingt ein doppelter Punktgewinn gegen Bernburg dann sollte die Liga gesichert sein. Das wollen Kreisläufer Stefanos Michailidis und seine Mitspieler unbedingt schaffen, damit sie im letzten Spiel der Serie in Rostock keinen Druck mehr haben. Machbar ist das auch, aber nur mit einem taktisch klugen und emotionalen Auftritt.
In der Hinrunde konnten Lennart Koch und Co in Bernburg nichts gewinnen. Bei der 29:35-Niederlage sahen sie schlecht aus und hatten keine Chance auf einen Punktgewinn. Dafür will sich HHB jetzt revanchieren und zeigen, dass die Mannschaft und der ganze Verein in die 3.Liga gehört, ohne Wenn und Aber. Das Trainertrio hofft auf seine Akteure und die wollen mit Herz in das Entscheidungsspiel gehen. Das sind gute Voraussetzungen für einen Sieg.
Anhalt Bernburg wird sich aber nach Kräften wehren, denn für den SV geht es auch noch um den Klassenerhalt und sie haben in den vergangenen Wochen einige gute Spiele abgeliefert, so bei der TSV Burgdorf II, als ein 25:24-Auswärtssieg gelang. Die Burgwedeler werden Spieler wie Radek Sliwka, Clemens Grafenhorst oder Nicolas Berends früh stören müssen. Sie treffen sonst aus dem Rückraum nach Belieben. Auch Kreisläufer Tim Ackermann oder die Außenspieler Julian Schulte und Nico Richter sind gefährlich und dürfen nicht frei vor dem Tor auftauchen.
HHB will seine Defensive verstärken und mit einer gut gestaffelten Abwehr die Gäste zu Fehlern zwingen. Dann können die schnellen HHB-Angreifer zu Gegenstößen kommen. Wenn dann noch aus dem gebundenen Spielaufbau Lücken in der SV-Abwehr erzeugt werden und die Torquote hoch ist, dann sollte ein wichtiger Heimsieg zu realisieren sein.