Noch ein Heimspiel für die TSV Hannover-Burgdorf

Sieben-Meter-Werfer vom Dienst: Timo Kastening ist bei der TSV Hannover-Burgdorf für das Verwerten der Strafwürfe zuständig. (Foto: Holger Staab)
 
Ist Spielmacher Morten Olsen wieder in Wurflaune, kann er das Spiel gegen TBV Lemgo allein entscheiden. (Foto: Holger Staab)

Recken stehen innerhalb von vier Tagen wieder zwei schwere Spiele bevor

BURGDORF (st). Wieder eine Woche mit wichtigen Partien für die TSV Hannover-Burgdorf. Am morgigen Donnerstag, langsam schon ein gewohnter Wochenspieltag für die Recken, 25. April, wird die Mannschaft um 19 Uhr in der TUI-Arena im DKB Handball-Bundesligaspiel auf TBV Lemgo-Lippe treffen. Eigentlich ein Spiel, dass Trainer Carlos Ortega und seine Spieler für sich entscheiden sollten, aber die Belastungen der vergangenen Woche im Europapokalhinspiel gegen die Füchse Berlin und in der Punktrunde gegen die Rhein-Neckar Löwen waren schon extrem. Die TSV will nach vier Spielen ohne Sieg wieder erfolgreich sein und die Gäste mit einer Niederlage nach Hause schicken.
Die Partien gegen den TBV Lemgo sind immer etwas Besonderes. Es ist schon fast ein Nachbarschaftsderby bei nur einer Stunde Anfahrt aus Lemgo. Die Teams kennen sich gut und die Lipperländer sind zudem Tabellennachbar von Hannover-Burgdorf. Um erfolgreich zu sein, dürfen Timo Kastening und Co ihre Kräfte für das EHF-Pokal-Rückspiel gegen die Füchse Berlin am Sonntag, 28. April aber nicht schonen. Coach Ortega und das Team wollen sich in Bestbesetzung für die Füchse einspielen. Das wichtigere Spiel wird sicherlich Sonntag ausgetragen, aber in der Tabelle wollen die Burgdorfer noch unter die ersten zehn Mannschaften kommen und dazu ist, nach der knappen 28:30-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen, ein Sieg eine Pflichtaufgabe.
In jedem Fall können sie nicht mit einer angezogenen Handbremse auflaufen. Die Lemgoer haben in der laufenden Spielzeit überrascht, sind ohne Abstiegssorgen und können in Hannover frei aufspielen. Erfolge wie das 34:30 gegen die Füchse Berlin oder der 30:27-Sieg bei GWD Minden stehen aber auch Niederlagen, wie beim 19:20 bei den Eulen Ludwigshafen oder dem 23:25 bei TVB Stuttgart gegenüber. Die Mannschaft um Florian Kehrmann ist eine Wundertüte, mal mit schwächeren Auftritten, mal mit starken Leistungen.
Insgesamt hat sich Lemgo aber in der Saison 2018/2019 prächtig präsentiert und ist, wie schon in der vorherigen Serie, vom Abstiegskandidaten zu einem ernstzunehmenden Gegner gereift.
In der Hinrunde konnte die TSV Hannover-Burgdorf in Lemgo eine gute Figur machen und entschied das Duell mit 31:26-Toren für sich. Eine souveräne Vorstellung vor der bitteren Niederlagenserie mit sieben Pleiten am Stück. An die Leistungen in Lemgo wollen die Recken morgen wieder anknüpfen und dem Gast zeigen, wer in der TUI-Arena das Sagen hat. Dazu müssen die TSVer die Spieler um Tim Suton, Fabian van Olphen und Donat Bartok in den Griff bekommen.
Besonders auf Kreisläufer Christoph Theuerkauf, den ehemaligen Hannoveraner Tim Hornke und auf Rechtsaußen und Routinier Isaias Guardiola aus dem Rückraum müssen sie besonders achten und die Taktik von Kehrmann schnell durchschauen, um Gegenmaßnahmen zu treffen. Können die Recken wieder eine stabile Abwehr präsentieren, die Torchancen verwerten und haben sie noch Kraft für einen Endspurt, dann sollten zwei Punkte in Hannover bleiben. Für das Entscheidungsspiel am Sonntag in Berlin wäre ein Erfolg der richtige Motivationsschub um für den Club Vereinsgeschichte zu schreiben. Noch nie war die TSV in einem europäischen Wettbewerb unter den letzten vier Mannschaften. Das Final Four könnte eine durchwachsene Saison zu einer geschichtsträchtigen Serie werden lassen.