Nächstes entscheidendes Auswärtsspiel im EHF-Cup

Nur mit vollem Einsatz, wie in dieser Szene Ilija Brozovic, können die Akteure der TSV Burgdorf bei HC Eurofarm Rabotnik einen entscheidenden Erfolg schaffen.  (Foto: Holger Staab)

Eurofarm Rabotnik darf für die Recken nicht zum Stolperstein werden

BURGDORF (st). Die Mazedonier von HC Eurofarm Rabotnik Bitola könnten für die TSV Hannover-Burgdorf zum entscheidenden Stolperstein im Europapokal werden. Das wollen die Burgdorfer aber mit aller Macht verhindern und trotz der strapaziösen Anreise soll die theoretische Chance auf das Weiterkommen in Europa mit einem Auswärtssieg in der Gruppenphase erhalten bleiben. Die Fans der TSV hoffen auf einen Sieg, damit am nächsten Mittwoch in einem weiteren Endspiel gegen RK Nexe die Hoffnung auf das Viertelfinale bleibt.
Nach der enttäuschenden Vorstellung beim 27:27-Unentschieden gegen das ungarische Team von Grundfos Tatábanya KC wird die EHF-Cup-Begegnung zwischen HC Eurofarm Rabotnik und Hannover-Burgdorf am Sonntag, 24. März, um 19 Uhr eine echte Zitterpartie. Die Recken können sich keinen Ausrutscher mehr erlauben, es zählt nur ein doppelter Punktgewinn in Mazedonien. Die Situation ist klar, denn nur zwei Siege halten die Möglichkeiten auf ein Weiterkommen offen. Allerdings könnten auch diese Erfolge zu wenig sein, denn die anderen Teams müssten ebenfalls für Hannover-Burgdorf spielen.
Aber die TSV hofft immer noch und will zeigen, dass sie mit einem Sieg weiter im Geschäft bleiben will. Im Hinspiel gegen Rabotnik konnten sich Kai Häfner und seine Mitspieler erst spät einen Vorteil sichern und gewannen letztlich verdient mit 24:21-Toren. Viele Torchancen wurden vergeben, aber in der Defensive standen die Recken gut und kassierten so nur 21 Treffer. Dieses Ergebnis als Anlass zu Optimismus zu sehen, wäre jedoch falsch. Der Gastgeber aus Mazedonien hat in eigener Halle Anfang März den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter RK Nexe mit 29:28-Toren bezwungen und will in den beiden letzten internationalen Auftritten zeigen, zu welchen Leistungen er fähig ist, obwohl ein Erreichen der nächsten Runde nicht mehr möglich ist.
TSV-Trainer Carlos Ortega gibt sich optimistisch, obwohl die TSV am vergangenen Donnerstag bei HC Erlangen ein schweres Spiel bestritt und nach der Rückreise am kommenden Mittwoch das letzte Europapokalspiel gegen Nexe Nasice ausgetragen wird. Die Belastung der Recken ist wieder auf dem Höhepunkt und der Blick geht dann auch schon in Richtung REWE Final Four in Hamburg am 6. und 7. April, wo die Mannschaft in der Endrunde des DHB-Pokalwettbewerbs steht. Das nächste Spiel ist aber immer das wichtigste Spiel und deshalb wollen sie heute in der Ferne zeigen, das die letzte Chance genutzt werden kann.
Gegen Rabotnik wird die Abwehr wieder eine Schlüsselrolle einnehmen, aber zuletzt scheiterten die TSV-Angreifer oft nach hochkarätigen Torwurfmöglichkeiten an den Torwarten und Gradimir Chanevski darf nicht warmgeworfen werden, wenn ein Erfolg gelingen soll. Morten Olsen und Kai Häfner, sowie die Außenspieler Christian Ugalde und Timo Kastening sind gefordert, konzentriert abzuschließen und den Keepern mit ihren Würfen keine Abwehrmöglichkeiten zu geben.
In der Defensive müssen die Haupttorschützen Kreisläufer Elmir Gradjan und aus dem linken Rückraum Filip Kuzmanovski ausgeschaltet werden. Zusammen mit den anderen Angreifern versuchen sie mit schnellem Aufbauspiel die Recken-Deckung auseinander zu reißen und die entstehenden Lücken für sich zu nutzen. Wenn die 6:0-Deckung der TSV aber kompakt steht und jeder seine Aufgabe ausfüllt, dann wird es schwer für die Spieler von Rabotnik zu Treffern zu kommen.
Insgesamt wird ein Sieg nur gelingen, wenn die TSV mit einer geschlossen Mannschaftsleistung auftritt und in der hitzigen Atmosphäre in Bitola kühlen Kopf behält.