Nächste Chance für Handball Hannover Burgwedel

Wenn Artjom Antonevitch mit Handball Hannover Burgwedel einen guten Tag erwischt, kann ein Erfolg im Derby gegen TuS Vinnhorst gelingen. (Foto: Holger Staab)
 
Veit Mävers von der TSV Burgdorf II hofft auf eine Überraschung beim Spitzenreiter Dessau-Rosslauer HV. (Foto: Holger Staab)

Nur eine TSV II in Topform kann beim Tabellenführer bestehen

ALTKREIS (st). Immer weiter, immer weiter! So muss die Devise von Handball Hannover Burgwedel für die nächsten Wochen in der 3. Liga Nord-Ost sein. Bisher hat die Mannschaft um das Trainerduo Marius Kastening und Kay Behnke in diesem Jahr starke Vorstellungen geboten und schon mehr Punkte eingespielt als in der gesamten Hinrunde zusammen. HHB darf aber keineswegs nachlassen, denn der Klassenerhalt ist durch den Zwischenspurt noch nicht geschafft. Für die TSV Burgdorf II wird es in der gleichen Spielklasse am kommenden Wochenende sehr schwer einen Punktgewinn zu schaffen. Beim Tabellenführer Dessau-Rosslauer HV 06 sind die TSVer krasser Außenseiter.
Während die Burgdorfer sich zwar im Abstiegskampf noch nicht sicher sein können, aber eine gute Position haben, sieht die Situation für Burgwedel nach dem 31:22-Sieg gegen TSV Altenholz wieder etwas besser aus. Am Samstag, 29. Februar, um 19 Uhr soll ein weiterer Heimsieg verbucht werden. Im Derby gegen TuS Vinnhorst werden Lennart Koch und seinen Mitspieler das Siegen aber nicht leicht gemacht. HHB hofft auf die Unterstützung seiner Fans, die zuletzt dafür sorgten, dass in den Heimspielen eine gute Atmosphäre herrschte und die Spieler daraus Kraft schöpfen konnten.
Die Vinnhorster um Trainer Nei Cruz Portela werden aber eine eigene Fangruppe mitbringen, denn der Weg aus Vinnhorst in die Burgwedeler Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ ist nicht weit. Wer sich in den Fanlagern durchsetzen wird, zeigt sich am Samstag. Genauso fraglich ist wohl, wer sich spielerisch und kämpferisch auf dem Feld durchsetzen kann. Die Vinnhorster wollen nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr ihre starke Saison fortsetzen und in der Tabelle weiter im Vorderfeld bleiben. Dazu ist ein Sieg wichtig, denn im Kampf um den 3. Platz sind mit TSV Altenholz und Eintracht Hildesheim zwei weitere Mannschaften dabei.
Im Hinspiel konnte sich TuS nur knapp mit 28:27-Toren durchsetzen. Für HHB durchaus ein Zeichen, dass sie die Qualität haben, ein Topteam in Bedrängnis zu bringen. Artjom Antonevitch und Co wollen aber nicht nur am Erfolg schnuppern, sondern einen doppelten Punktgewinn einspielen. Wenn die Burgwedeler wieder aggressiv in die Zweikämpfe gehen und keine Schwächephase zeigen, dann ist ein wichtiger Sieg realisierbar. Die Kastening-Schützlinge müssen aber zuversichtlich auftreten und dürfen nur wenig technische Fehler machen.
Das Spiel am Sonntag, 1. März, um 17 Uhr wird für die TSV Burgdorf II keine leichte Aufgabe. Nicht weil die Mannschaft um Coach Heidmar Felixson gegen ein schwaches Team spielt und auswärts antreten muss, sondern weil der Handball beim souveräne Spitzenreiter Dessau-Rosslauer HV 06 Spaß machen soll. Die TSV fährt ohne Druck nach Dessau und kann befreit aufspielen. Niemand erwartet von dem jungen Team einen Sieg. Nur für eine Kaffeefahrt werden sich die Talente aus Burgdorf aber nicht aufmachen. In der 3. Liga fährt man nicht einfach als Punktelieferant zu einem Auswärtsspiel.
Unter gewissen Umständen, einer schwachen Phase des Gastgebers und einer Topleistung der TSVer um Petar Juric ist vielleicht ja sogar ein Erfolg realisierbar. Vor einige Wochen waren die Burgdorfer beim Topclub HC Empor Rostock nah an einer Überraschung und mussten erst in der Schlussphase die 33:35-Niederlage akzeptieren. In der Hinrunde verloren die Jungrecken zwar deutlich mit 25:34-Treffern in Burgdorf, aber jede Partie ist anders und darauf hoffen die Burgdorfer. Zumindest wollen sie mit einem guten Gefühl und einer guten Vorstellung die Heimreise vom potenziellen Aufsteiger in die 2. Bundesliga antreten, um dann mit Schwung in die beiden aufeinanderfolgenden Auswärtsbegegnungen beim HSV Hannover und bei TSV Altenholz zu gehen.