Nachruf

TSV Friesen Hänigsen trauert um
seinen Torjäger Uwe Pöttgen

Hänigsen (kd). Der TSV Friesen Hänigsen trauert um Uwe Pöttgen, der am 9. November völlig überraschend im Alter von nur 59 Jahren verstorben ist. Der als Angestellter bei der enercity AG, den früheren Stadtwerken Hannover, beschäftigte Uwe Pöttgen gehörte zu den herausragenden Spielern der Hänigser Mannschaft, die 1984 als damaliger Verbandsligist für Furore sorgte. So wurden die "Friesen" nicht nur Landespokalsieger., sondern qualifizierten sich in der 1. Runde im DFB-Pokal am 31. August 1984 durch einen 5:2 (2:2)- Erfolg nach Verlängerung beim VfL Osnabrück, wo Uwe Pöttgen das Tor zum 2:2- Ausgleich erzielte, für die 2. Runde, wo sie dann durch den Auftritt gegen den FC Bayern München für bundesweite Schlagzeilen sorgten.
Zwar kam für die "Friesen" auf den Tag genau vor 34 Jahren am 21. November 1984 dann gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München mit 0:8 das Pokalaus. Doch steigerte das Popularität von Uwe Pöttgen um so mehr, der bereits 1980 auf drei Einsätze in der 2. Bundesliga beim ehemaligen Zweitligisten Arminia Hannover kam. Uwe Pöttgen erfreute sich in in seiner Zeit beim TSV Friesen Hänigsen bei den Fans aufgrund seiner bescheidenen Art außergewöhnlicher Beliebtheit und besaß sogar einen eigenen Fanklub.
Aufgrund seiner Torgefährlichkeit verpflichtete Hannover 96 zwei Jahre nach dem Pokalspiel 1996 den damals 27-jährigen Stürmer für die Amateurabteilung, von wo er 1988 zu Arminia Hannover unter Trainer Rolf Grünther zurückkehrte, wo er noch zusammen mit bundesligaerfahrenen Spielern wie Bernd Thiele oder Werner Dressel in der 3. Liga spielte. Nach Beendigung seiner sportlichen Laufbahn arbeitete der in Empelde beheimatete Familienvater noch als Trainer beim Barsinghäuser Kreisklassenverein SV Wichtringhausen. Die Beerdigung von Uwe Pöttgen, der Ehefrau Birgit und Sohn Daniel hinterlässt, findet am Freitag, 23. November, um 12 Uhr von der Kapelle des Empelder Friedhofes statt.