Nachbarschaftsderby gegen Eintracht Hildesheim

Wie wertvoll Artjom Antonevitch für Handball Hannover Burgwedel sein kann, bewies er in der ersten Partie der Saison gegen die TSV Burgdorf II. (Foto: Holger Staab)

HHB will das Heimspiel für einen überraschenden Sieg nutzen

BURGWEDEL (st). Nach den ersten beiden Spieltagen in der 3. Handballliga Nord-Ost kann die Leistungsstärke der Mannschaften noch nicht so richtig eingeschätzt werden. Nur eine Tendenz ist erkennbar und bei Handball Hannover Burgwedel scheint die Entwicklung zur vergangenen Spielzeit in jedem Fall nach oben zu tendieren. Auch wenn noch nicht alles stimmt, die Akteure um das Spielertrainerduo Kay Behnke und Marius Kastening sind in jedem Fall auf einem guten Weg und dabei hoch motiviert.
Im Derby am ersten Spieltag gegen die TSV Burgdorf II (25:21) haben sie 40 Minuten lang voll durchgezogen und erstaunliche Durchschlagskraft gezeigt. Das soll auch am Samstag, 7. September, um 19 Uhr gegen Eintracht Hildesheim gelingen. Die Burgwedeler hoffen wieder auf eine hohe Zuschauerzahl und auf viele Anhänger, die sie unterstützen. Das brachte schon gegen Burgdorf den nötigen Rückenwind und soll in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ für die nötige Sicherheit sorgen. Ein Sieg wird aber dennoch schwer zu realisieren sein.
Die Eintracht gehört zu den Teams, die am Ende der Saison ganz vorn in der Tabelle erwartet werden, musst aber gleich in der ersten Partie der Serie beim ebenfalls hoch eingeschätzten 1.VfL Potsdam beim 26:26-Unentschieden einen Punkt abgeben. Hildesheim wird in Burgwedel aber als Favorit antreten und Artjom Antonevitch und seine Mitspieler werden schon sehr diszipliniert auftreten müssen, um einen Erfolg zu schaffen.
Die Lichtblicke gegen Burgdorf und auch einige Szenen bei der 20:25-Niederlage beim TSV Altenholz lassen aber Optimismus zu. HHB ist in vielen Bereichen stärker geworden und die Neuzugänge Steffen Schröter, Maurice Dräger, Johannes Marx, Julius Hinz, Marvin Pfeiffer, Eric Frommeyer und Mats Grzesinski hinterließen gute Eindrücke. Besonders mit Torwart Grzesinski scheint HHB einen guten Fang gemacht zu haben. Der 18-jährige Keeper kam vom TuS Nettelstedt nach Burgwedel und sorgte insbesondere gegen die TSV II dafür, dass HHB die Führung in der 2. Hälfte verteidigen konnte. Er wird Burgwedel sicher weiterhelfen können, um die gesetzten Ziele mit dem gesicherten Mittelfeldplatz erreichen zu können.
Aber HHB darf nicht zu euphorisch sein und wird gegen Hildesheim in Abwehr und Angriff schon eine überdurchschnittliche Leistung zeigen müssen, um etwas Zählbares zu erreichen. Motivation und eine geschickte Taktik werden vermutlich nicht reichen, um die starken Gästespieler in Schach zu halten. Die Trainer Kastening und Behnke werden sich aber etwas ausdenken und haben die Hildesheimer bereits beobachtet. Aus diesen Eindrücken können sie ihren Spielern einige Varianten vermitteln und ihnen eine ausgeklügelte Taktik vorstellen. Wichtiger wird aber noch sein, dass die Mannschaft als eine Einheit auftritt und sich gegenseitig anfeuert. Nur so können Fehler, die in jedem Fall passieren, gleich abgehakt werden und die Spieler sich wieder auf die nächste Abwehr- oder die nächste Offensivaktion vorbereiten. Können die Burgwedeler ihre gute Form konservieren und gegen die Eintracht noch eine Schippe drauflegen, dann könnte eine Überraschung gelingen.