Mittwoch gehts um Einzug ins Finale

Thomas Krull (Mitte) verpasst den Ball, aber sein Wettmarer Kollege Maik Wiedemann köpft den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Tor. (Foto: Stephan Hartung)
 
Gürkan Ates erzielt in dieser Szene das 1:0 für Kleinburgwedel. (Foto: Stephan Hartung)

Die besten vier Mannschaften des Marktspiegel-Pokals treten beim 1. FC Burgdorf an / Pokalverteidiger TSV Wettmar ausgeschieden

Von Stephan Hartung und Dirk Drews
ALTKREIS. Das Halbfinale des Marktspiegel-Pokals steht fest. Der SV 06 Lehrte trifft am heutigen Mittwoch, 1. August, auf den TSV Germania Haimar-Dolgen (18 Uhr). Um 19.30 Uhr beginnt die Partie zwischen dem TSV Kleinburgwedel und dem TSV Friesen Hänigsen. Beide Spiele finden auf der Anlage des 1. FC Burgdorf statt. Diese Entscheidungen fielen bei den Viertelfinalspielen am Montag. Ein Rückblick:

TSV Wettmar - SV 06 Lehrte 1:2
Der TSV Wettmar ist aus dem Marktspiegel-Pokal ausgeschieden. Der Titelverteidiger verlor im Viertelfinale auf eigenem Platz mit 1:2 (0:1) gegen den SV 06 Lehrte Die 06er gingen früh in Front: Nach einem Freistoß traf Pascal Reinke zum 0:1 (2.). Auch der Ausgleich fiel nach einer Standardsituation, ebenfalls kurz zu Beginn einer Halbzeit: Maik Wiedemann köpfte nach einem Eckball zum 1:1 ein (37.). Durch einen Fehler begünstigte der TSV die erneute Lehrter Führung: Paul Witzel (50.) schob den Ball ins Netz.
„Dieses Spiel müssen wir nicht verlieren. Wir haben uns die beiden Tore praktisch selbst reingelegt“, sagte Wettmars Co-Trainer Lars Jurisch, dessen Mannschaft die weitaus größeren Spielanteile besaß. Zum Ausgleich kam der TSV trotz einer enormen Schlussoffensive nicht mehr – lebte sogar gefährlich bei Kontern. Bakery Cessay traf jedoch nur die Latte (65.). Lehrtes Co-Trainer Tobias Faust freute sich über den Sieg, sagte jedoch auch: „Wir müssen uns noch steigern. Es war aber ein Sieg dank einer großartigen Mannschaftsleistung, einer starker Kampf“, so Faust und verwies auf die selbst am Abend noch tropischen Temperaturen.

TSV Kleinburgwedel - MTV Mellendorf 2:0
Die Kleinburgwedeler bezwangen den MTV Mellendorf, der souverän seine Vorrundegruppe gewonnen hatte, in einem temporeichen Spiel mit 2:0 (1:0) und lösten das Ticket fürs Semifinale. Mit einem Linksschuss ins lange Eck brachte Gürkan Ates den TSV, der auf Grund der räumlichen Nähe zwischen Spielort und eigener Ortschaft von zahlreichen Fans unterstützt wurde, nach einer Viertelstunde in Führung. Torjäger Dietmar Arnold erhöhte in der 40. Minute auf 2:0. Gegen die zweikampfstärkeren Kleinburgwedeler konnten der MTV das Tor des TSV nur selten in Gefahr bringen. Auf der Gegenseite hätte Arnold sogar seinen zweiten Treffer erzielen können, er lupfte den Ball aber über das Tor (60.)
„Wir hatten zuletzt zwei Spiele verloren, haben daher neue Leute reingebracht. Das war eine gute Leistung meiner Mannschaft, zumal wir hier als Aufsteiger gegen ein Top-Drei-Team der Kreisliga gespielt haben“, sagte TSV-Trainer Ariel Spivack. Sein Gegenüber Matthias Henning war verständlicherweise nicht zufrieden. „Wir waren heute nicht in der Lage, das Spiel zu gewinnen.“

TSV Friesen Hänigsen – FSC Bolzum/Wehmingen 3:0 (0:0) n.E.
Die Friesen dominierten die Partie gegen den Aufsteiger in die 1. Kreisklasse, doch das Team um Interimscoach Sven Heinemann hatte in der regulären, 70 Minuten umfassenden Spielzeit – bei tropischen Temperaturen - noch nicht das richtige Zielwasser getrunken. Benjamin Hopp setzte zum Beispiel einen Elfmeter nach einem Foul an Jan Rumohr an den Pfosten (45.), und Rumohr selbst verzeichnete in der 57. Minute mit einem Lattenschuss Pech. Da auf der Gegenseite auch Jan Springer mit der größten Chance in einer Eins-zu-Eins-Situation an Friesen—Keeper Stefan Hering scheiterte (53.), musste beim Stand von 0:0 das Elfmeterschießen für die Entscheidung sorgen. Und da verballerten alle FSC-Kicker vom Punkt aus ihre Versuche, während die Hänigser absolut treffsicher waren. Nachdem Torwart Hering den Elfmeter von Jan Springer pariert und Marko Mosczynski zum 3:0 anschließend eingetütet hatte, war der Jubel groß beim TSV-Friesen. „Wir haben uns überraschend gut beim Elfmeterschießen präsentiert und freuen uns nun aufs Halbfinale“, sagte Heinemann. „Wir zeigten nach dem 2:3 im Kreispokal gegen die TSG Ahlten eine gute Leistung gezeigt, aber das Elfmeterschießen ist eine Glückslotterie“, unterstrich FSC-Coach Michel Rühmkorb.

TSV Germania Haimar/Dolgen – TuS Altwarmbüchen 1:0.
Im Duell der Kreisligakontrahenten besaßen die Germanen vor allem in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile. Die Dominanz unterstrich in der 34. Minute der vom TSV Arpke Neuzugang Florian Bertram, der nach einer schönen Kombination über Niklas Rosocha das entscheidende Tor fabrizierte. Im zweiten Durchgang investierte TuS mehr und drängte auf den Ausgleich. Die größte Chance vergab in der 55. Minute Ole Tecklenburg, der freistehend am TSV-Keeper scheiterte. Nicht mit Fortuna im Bunde war Rosocha zehn Minuten vor Schluss, als sein vehementer Kopfball von Till Bretzke per Kopf auf der Linie gerettet wurde. „Der Sieg ist hoch verdient. Unser intensives Training zahlt sich aus“, betonte TSV-Trainer Jörg Holder. „Einen Tag nach dem 5:0 im Kreispokal gegen Garbsen gingen meine Jungs auf dem Stock. Wir konzentrieren uns jetzt auf das Punktspiel am Sonntag gegen den TSV Sievershausen“, sagte TuS-Coach Tim Kaufmann nach dem Marktspiegel-Pokal-Aus.