Lehrter SV konnte selten überzeugen

In dieser Situationen 1 gegen 1 konnte sich Christopher Czens gut in Szene setzen. (Foto: Holger Staab)
 
Lehrtes Trainer Lutz Ewert war nicht immer zufrieden mit den Leistungen seiner Mannschaft. (Foto: Holger Staab)

Oberligaplatzierung für den LSV in der unteren Tabellenhälfte

LEHRTE (st). Die Saison 2018/2019 wird für den Lehrter SV als eine Spielzeit mit vielen unnötigen Niederlagen, einigen positiven Erkenntnissen und einer Platzierung unter den zehn besten Mannschaften der Oberliga in Erinnerung bleiben. Zufrieden können Trainer Lutz Ewert und die Verantwortlichen des Lehrter SV aber so richtig sein, denn ein wenig mehr hatten sich die LSVer vor der Serie schon erhofft. Letztlich muss sich das Team mit dem frühzeitigen Klassenerhalt und einigen positiven Auftritten abfinden.
Mit 8:4-Punkten und dem 4.Platz startete der Lehrter SV gut in die neue Saison und die Erfolge gegen SF Söhre (38:36) oder beim MTV Braunschweig (23:20) machten Hoffnung auf eine gute Platzierung zum Saisonabschluss. Das Mittelfeld in der Oberliga Niedersachsen war zu diesem Zeitpunkt sehr breit und viele Teams auf dem gleichen Niveau. Zwei Niederlagen und zwei Unentschieden bei der SG Börde Handball (27:27) und gegen den VfL Hameln (29:29) ließen den LSV auf den 9. Platz abrutschen und weitere drei Niederlagen sorgten zum Ende der Hinrunde für nur noch 10:16-Punkten.
Da die Teams im Tabellenkeller fleißig punkteten geriet der LSV als Tabellenzehnter in Abstiegsgefahr und musste schnellstmöglich Punkte sammeln. Das gelang nicht wirklich. Trotz Erfolgen gegen HV Barsinghausen (23:17) und gegen MTV Braunschweig II (25:19) kam keine Sicherheit in das Spiel des LSV. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen wurde aber größer und nach dem 30:28-Sieg bei HF Helmstedt-Büddenstedt konnten Hendrik Edeler und seine Mitspieler aufatmen. Das letzte Punktspiel der Saison konnte bereits locker angegangen werden und im Derby gegen die TSV Burgdorf III teilten sich beide Altkreisvertreter beim versöhnlichen 24:24-Unentschieden beide Punkte. Mit 23:29-Punkten und 685:708-Toren konnte letztlich der 8. Tabellenplatz erreicht werden und der Blick richtet sich schon jetzt in die Zukunft, denn in der Serie 2019/2020 wollen die Spieler um Coach Lutz Ewert wieder eine besserer Platzierung anstreben und von Beginn an in der oberen Tabellenhälfte mitspielen.
Nach dem Derby wurden Fabian Kieslich, Torwart Timo Wegner und Johannes Narten verabschiedet. Kieslich wird seine Karriere zugunsten von Beruf und Familie beenden, Wegner legt aus beruflichen Gründen eine Pause ein und Narten wird sich seinem Heimatverein HV Barsinghausen anschließen. Drei Neuzugänge stehen bereits fest. Rechtsaußen Thomas Bergmann wechselt zur neuen Saison von Handball Hannover Burgwedel zum Lehrter SV und kann auch im rechten Rückraum eingesetzt werden. Torwart Patrick Kassner schließt die Lücke, die Timo Wegner hinterlässt. Zudem kommt vom TuS Vinnhorst mit Tobias Kassner der Bruder von Patrick als flexibler Rückraumakteur an die Schlesische Straße. Lars Schiebler als Spielmacher, Linksaußen Yannik Wild und Kreisläufer Nils Hornbach ergänzen den Kader.
Zum Saisonabschluss sprach der Marktspiegel mit Trainer Lutz Ewert zu seinen Eindrücken zu der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit.
MARKTSPIEGEL: „Mit einem kleinen Abstand zur vergangenen Saison, wie fällt ihr kurzes Fazit zur vergangenen Saison 2018/2019 aus?“ Trainer Lutz Ewert: „Mir hat es sehr viel Freude bereitet, mit dieser tollen Mannschaft zu arbeiten. Insbesondere die Teamfähigkeit der gesamten Mannschaft hat mich immer wieder begeistert.“ MARKTSPIEGEL: „Haben sie ihre Ziele erreicht?“ Ewert: „Mit dem achten Tabellenplatz bin ich durchaus zufrieden, obwohl wir über die gesamte Spielzeit noch mindestens 7-8 Punkte haben liegen lassen. Das Hauptaugenmerk lag aber in der individuellen Verbesserung der Spieler, sowie die Stabilisierung der Abwehrarbeit im 6:0 System. In beiden Fällen haben wir eine eindeutig positive Entwicklung vollzogen.“
Die Leistungssteigerung insbesondere von Spielern wie Louis Ewert, Lukas Linderkamp und Christopher Czens sprechen da eine deutliche Sprache. Zudem waren wir abwehrtechnisch in der Lage, unsere Gegentorquote von noch 30 pro Spiel in der Hinserie, auf durchschnittlich unter 25 Tore pro Spiel in der Rückserie zu verbessern.“
MARKTSPIEGEL: „Was nehmen sie aus der vergangenen Serie für die Vorbereitung auf die neue Spielzeit mit?“ Ewert: „Die Leistungsdichte in der Oberliga wird immer enger! Das heißt, dass wir noch konzentrierter und effektiver arbeiten müssen, um uns vielleicht irgendwann mal wieder der Spitzengruppe der Liga nähern zu können. Das Potenzial dafür haben die Jungs!“
MARKTSPIEGEL: „Wie sieht das Programm für die Mannschaft in den kommenden Wochen aus, wann wird die Saisonvorbereitung gestartet?“ Ewert: „Bis zum Trainingsauftakt am 4. Juni hat jeder sich eine Pause verdient. Wir starten am 4. bis zum 29. Juni mit dem ersten Teil der Vorbereitung. Ab 22. Juli beginnt die zweite und intensive Phase bis zum Saisonstart im September.“