Justus Nieschlag behauptet sich

Justus Nieschlag freute sich über den zweiten Platz beim Triathlon Weltcup Rennen in Cagliari. (Foto: Viviane Sloniewicz)

Platz zwei beim Triathlon Weltcup Rennen in Cagliari

LEHRTE (r/gg). "Dritter Start, dritte Podiumsplatzierung und wichtige Punkte für Tokio 2020", so die Kurzfassung des Triathlon Weltcup Rennen in Cagliari, an dem der Lehrter Triathlet Justus Nieschlag am vergangenen Wochenende an den Start ging. Die Erwartungen die Justus Nieschlag im Vorfeld an das Rennen gestellt hatte, konnte er sich selbst erfüllen.
Er schreibt: "Mit Startnummer zwei ging es für mich in das Rennen. Somit hatte ich reichlich Auswahl, mir einen Startplatz für das Schwimmen auszusuchen und ich wählte die Position ganz links außen. Ich glaube so entspannt bin ich noch nie geschwommen. Direkt vom Start weg habe ich mein eigenes Ding gemacht und mich von jeglichen Prügeleien fern gehalten. Als zweiter ging es um die erste Boje. Auch auf dem Rückweg entschied ich mich irgendwann für meine eigene Linie, die Orientierung war aufgrund des Wellengangs schwierig, doch ich traf den Schwimmausstieg etwas besser als der Rest des Feldes. First out of the water! Das erste Mal in einem Weltcuprennen!" Mit einem sehr guten Wechsel ging er mit einem Vorsprung auf die Radstrecke. Justus Nieschlag schreibt: "Mir war klar, dass ich nicht versuchen musste dem Feld alleine davon zu fahren. Die Tage vor dem Rennen hatte mich eine kleine Erkältung erwischt und so war Körner-Sparen angesagt. Für einem Sprint reicht die Energie meist noch aus, aber auf die gesamte Strecke nicht. So fuhr ich die ersten Kilometer vorne weg bis die Gruppe aufgeschlossen hatte. Diese erste Gruppe bestand nun aus etwa zehn Athleten. Dank einiger Ansagen von Alistair Brownlee konnten wir unseren Vorsprung bis zum zweiten Wechsel etwas ausbauen." Es folgte ein wahrer Wettkampf. Auf der Laufstrecke formierte sich direkt eine Dreier-Spitzengruppe. Justus Nieschlag schreibt: "Ich ging zusammen mit Kevin Mc Dowell (USA) und Alistair Brownlee (GBR) auf die abschließenden fünf Kilometer Laufrunde. Brownlee machte viel Führungsarbeit, ab und an schickte er auch mich nach vorne. Kevin weigerte sich an der Spitze zu laufen. Auf der zweiten Runde setzte er dann aber eine Attacke und ging all-out. Ich denke es war ein wenig zu früh und zu hart. Alistair und ich konnten die Lücke wieder schließen. Diesmal war es Alistair der die nächste Attacke setzte. Kevin hatte scheinbar nichts mehr im Tank und musste direkt abreißen lassen, ich hing bis zum Finish etwa zehn Meter hinter Alistair, konnte die Lücke aber nicht mehr schließen. Mit nur einer Sekunde Rückstand lief ich über die Ziellinie."