Justus Nieschlag aus Lehrte gewinnt den Europacup in Bratislava

Durch den Sieg beim Europacup in Bratislava brachte Justus Nieschlag seine beste Platzierung in den Europacup und kassierte zudem noch viele Punkte, um einen großen Sprung nach vorn auf der ITU-Points Liste zu machen. (Foto: LSV Triathlon)
 
Die Lehrter Triathleten mit ihren Mitreisenden nach dem überaus Kondition fordernden Thomas Cook Ironman Alcudia auf Mallorca. (Foto: LSV-Triathlon)

Ironman Alcudia auf Mallorca fordert LSV-Triathleten-Team alles ab

LEHRTE (r/kl). Völlig überraschend und sehr kurzfristig erhielt der Lehrter Ausnahme-Triathlet Justus Nieschlag per Mail die Nachricht, dass er von der Warteliste auf die Startliste für den Europacup in Bratislava gerutscht ist. So wurde vier Tage vor dem Wettkampf alles rund um Anreise und Unterbringung organisiert. Vor Ort angekommen zeigte sich das bereits angekündigte schlechte Wetter und auch am Tag des Wettkampfes war es nicht besser.
Nieschlag hatte beim Schwimmen ein paar kleinere Probleme, fand dann aber schnell zu seinem Rhythmus und schloss kurz vor Ende der Schwimmstrecke auf die Führenden auf.
Es bildete sich eine sechs Mann starke Spitzengruppe, in der sich auch Nieschlag selbst befand. Auf der Radstrecke arbeiteten die Athleten sehr gut zusammen, trotzdem schrumpfte der Vorsprung auf die Verfolger von etwa 25 Sekunden auf gute 15 Sekunden.
Die Radstrecke war wirklich kein Geschenk, extrem schlechter Belag, viele Löcher und Kurven. Dazu nasser Asphalt und ein paar Bahnschienen.
Mit einem guten zweiten Wechsel konnte Nieschlag gleich zu Beginn eine kleine Lücke reißen und diese auf zwischenzeitlich 100 Meter ausbauen. Durch eine solide Laufleistung blieb ihm am Ende genügend Zeit, seinen Sieg und den Zieleinlauf zu genießen.
Mit diesem Sieg brachte Nieschlag seine beste Platzierung in den Europacup ein und außerdem kassierte er noch viele Punkte und somit einen großen Sprung auf der ITU-Points Liste.
Im Rahmen eines Mallorca-Urlaubes nahmen einige Triathleten des Lehrter Sport-Vereins am vor Ort stattfindenden Ironman 70.3 in Alcudia teil. Für den Wettkampftag hatten sie sich allerbestes Wetter mit Temperaturen um 30°C ausgesucht, was vor allem auf der Laufstrecke enorme Körner kosten sollte.
Die Anspannung war bereits am Vortag des Wettkampfes beim Rookie Marc Wilhelms recht hoch, denn für ihn sollte es sein erster Wettkampf über die Distanzen 1,9 Kiolometer Schwimmen / 90 Kilometer Radfahren / 21,1 Kilometer Laufen sein
Beim Einchecken und Vorbereiten in der 400 Meter langen Wechselzone stieg der Respekt vor dem Rennen nochmals bei allen Teilnehmern an. Um 06.30 Uhr machten sich die Lehrter auf den Weg zum Startbereich, um letzte Vorbereitungen zu treffen und sich mental auf den Start vorzubereiten.
Kurz nach den Profis musste Daniel Wedekin in einer der ersten Startgruppen ins Wasser. Ihm folgten Marc Wilhelms, Lars Kopmeier und Frank Schröder als Einzelstarter, sowie Manfred Kopmeier als Schwimmer der Staffel. Die erste der drei Disziplinen verlief ohne größere Vorkommnisse und man war recht zufrieden mit den erreichten Leistungen. Nun schloss sich die 90 Kilometer lange Radstrecke an und bereits nach etwa 15 Kilometern ging es in die Berge.
Frank Schröder und Marc Wilhelms konnten hier einige Plätze aufholen. Die Begeisterung anderer Teilnehmer hielt sich in Grenzen. Besonders Frank Nelke, der den Staffelpart des Radfahrens übernahm, war wenig erfreut. Aber auch hier verlief alles im Rahmen.
Die härteste Disziplin für diesen Tag lag noch vor den Teilnehmern und es kam knüppeldick. In der prallen Mittagshitze konnte keiner der Lehrter die gewünschte Leistung abrufen. Schon in der ersten Laufrunde wurde Frank Schröder von Krämpfen geplagt, Astrid Nelke (Läuferin der Staffel) hatte Kreislaufprobleme, Lars Kopmeier kämpfte aufgrund eines Trainingsrückstands gegen sich selbst und auch Marc Wilhelms hatte viel Kraft beim Radfahren verloren. Trotz der Hitze erreichten alle Lehrter gesund das Ziel.
Ergebnisse der Einzelstarter: Marc Wilhelms (05:11:19), Frank Schröder (05:15:20), Lars Kopmeier (05:26:30), Daniel Wedekin (05:54:41).