Im Europapokal ist alles möglich

In der Qualifikationsrunde des Europapokals konnten sich Ilija Brozovic und seine Mitspieler gegen Benfica Lissabon durchsetzen. (Foto: Holger Staab)

TSV zum Abschluss der Gruppenphase im EHF-Cup gegen RK Nexe

BURGDORF (st). Mit der Partie gegen RK Nexe Nasice endet für die TSV Hannover-Burgdorf am heutigen Mittwoch, 27. März, die Gruppenphase des EHF-Cups. Die Mannschaft um Trainer Carlos Ortega hat es nach der ersten Teilnahme am EHF-Cup in der Serie 2012/2013 in dieser Saison selbst in der Hand, die Gruppenphase zu überstehen und in das Viertelfinale des Wettbewerbs einzuziehen. Nach dem 29:17-Kantersieg bei HC Eurofarm Rabotnik (Mazedonien) haben die Recken noch alles in der Hand und können mit einem Sieg gegen RK Nexe in das Viertelfinale des Wettbewerbs einziehen.
Heute ist ab 20:30 Uhr nochmal internationale Atmosphäre in der Swiss Life Hall in Hannover und die TSVer brauchen die Unterstützung der Fans aus Hannover und der Region, um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu schaffen. Mit dem kroatischen Verein RK Nexe aus der Stadt Nasice kommt eine Mannschaft nach Hannover, die viel Qualität mitbringt. Nexe hat besonders in den ersten Spielen und im Hinspiel gegen die TSV gezeigt, in welcher guten Form sie sich befindet. Im Hinspiel in Kroatien mussten die Recken eine 25:29-Niederlage einstecken und machten sich frustriert auf den langen Rückweg.
Diese Niederlage war aber nicht der Grund für die schwierige Situation im EHF-Cup. Besonders die Partien gegen Grundfos Tatabanya, als die TSV in Ungarn mit 25:28-Toren eine Lehrstunde akzeptieren musste und der unglückliche Punktverlust beim 27:27-Unentschieden in Hannover verhinderten den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten acht Mannschaften und die Hoffnung auf eine Endrundenteilnahme in Kiel Mitte Mai. Dennoch hat die TSV heute die Chance in einem echten Endspiel das Weiterkommen zu sichern.
Im Spiel gegen Nexe wollen sich Morten Olsen und seine Mitspieler von einer guten Seite zeigen, sich für das Hinspiel revanchieren und RK die dritte Niederlage im Wettbewerb beibringen. Dazu ist eine starke Defensive erforderlich und die Mannschaft muss mutig und entschlossen ins Spiel gehen. International steckten die Recken oftmals zurück, waren nicht aggressiv genug und im Angriff zu zaghaft. Gerade gegen die robusten Kroaten um Kreisläufer Marin Sipic und dem erfahrenen Vedran Zrnic ist Einsatzwille gefragt.
Im Angriff muss das Team nicht so oft quer spielen und im Spielaufbau auf die überraschenden Würfe von Olsen hoffen. Auch andere Akteure wie Nejc Cehte oder Kai Häfner sollten in die Tiefe gehen, dahin wo es wehtun kann. Die Taktik wird Trainer Ortega bestimmen, aber nur mit Kombinationen und schnellen Pässen wird die Abwehr von Nexe nicht zu durchbrechen sein. Die Gäste werden nicht zurückstecken, denn sie wollen ebenfalls ins Viertelfinale und das können sie nur mit einem Erfolg in Hannover schaffen.
Auch im Hinblick auf die nächste Aufgabe am Sonntag gegen HSG Wetzlar könnte die TSV etwas zurückstecken, aber genau das darf nicht passieren, denn die hannoverschen Fans wollen eine kämpferische Einstellung sehen und haben das mit ihrer Unterstützung sicher auch verdient. Sie haben die Recken nach Ungarn und Lissabon begleitet und dort für Stimmung gesorgt. Heute können Keeper Lesjak Urban und Co einiges zurückgeben und mit einer guten Vorstellung dafür sorgen, dass die Lust auf Handball in Hannover nicht verloren geht. In den nächsten fünf Wochen wird es in der Swiss-Life Hall und in der TUI-Arena viele Gelegenheiten geben, auf die eigenen Anhänger zu setzen, denn die TSV wird in der DKB Handball-Bundesliga viermal hintereinander in Heimspielen gefordert sein und nur das REWE Final Four im DHB-Pokal am 6./7. April unterbricht die Serie mit interessantem Handballsport in Hannover.