HHB will im Heimspiel gegen SCM II überzeugen

Trotz Behinderung setzt sich Artjom Antonevitch gegen zwei Gegenspieler durch und versucht auch den Torwart zu überwinden. (Foto: Holger Staab)

Nachwuchsteam aus Magdeburg wird in Burgwedel forsch auftreten

BURGWEDEL (st). Der Start in die neue Saison war durchwachsen. Die Mannschaft musst noch hart arbeiten, aber es sind bereits gute Ansätze zu erkennen und Handball Hannover Burgwedel will in jedem Fall schnell in ein gesichertes Fahrwasser schippern. Eine Situation wie in der vergangenen Spielzeit mit einer grottenschlechten Hinrunde und Abstiegskampf pur soll vermieden werden. Die Mannschaft ist personell gut aufgestellt und deshalb werden sich in den nächsten Spielen in der 3. Liga Nord-Ost Erfolge einstellen.
Mit einem Heimsieg gegen SC Magdeburg II am Sonnabend, 21. September, ab 19 Uhr könnte es in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ bereits ein wichtiges Erfolgserlebnis geben. Das wünschen sich nicht nur das Trainerduo Marius Kastening und Kay Behnke, sondern die Spieler und auch die Fans von HHB. Gegen SCM II wird aber nur eine überdurchschnittliche Leistung zu einem Punktgewinn führen können. Die Gäste haben viel Potenzial und eine junge Mannschaft, die ihren 8. Tabellenplatz aus der vergangenen Serie 2018/2019 bestätigen möchte.
Magdeburg besteht, vergleichbar wie die TSV Burgdorf II aus vielen Eigengewächsen aus der Jugend und ist eine Ausbildungsmannschaft. Schaffen die jungen Talente, nach der Jugendzeit nicht den Sprung in den Bundesligakader, werden sie in der Reserve aufgebaut. Das bedeutet aber auch, dass andere Vereine auf sie aufmerksam werden und Spieler eher abwandern, als weiter in der 3. Liga aufgebaut zu werden.
SCM-Trainer Vanja Radic musste deshalb vor der Saison einige Abgänge schlucken. Mit Max Neuhaus (Eulen Ludwigshafen) und Alexander Reimann (TBV Lemgo-Lippe) schlossen sich zwei Akteure anderen Bundesligisten an. Zudem verließen Benedikt Hack (TuS Fürstenfeldbruck) und Phil Döhler (Ziel unbekannt) den Verein. Der Stamm des Teams blieb aber erhalten und wird etablierten Drittligisten gefährlich werden können. Gleich im ersten Spiel zeigten die Magdeburger beim 26:20-Erfolg gegen die HSG Ostsee ihre Stärken.
Letztlich gehört der SC sicher nicht zu den Favoriten der Liga, wird aber mit Spielern wie Luka Baumgart und Yannik Danneberg aus dem Rückraum, den Außenspielern Carl Haake und Jannis Roth oder Kreisläufer Niklas Danowski eine gute Rolle spielen können.
Artjom Antonevitch und seine Mitspieler werden sich im Heimspiel gegen Magdeburg auf die unkonventionelle Spielweise der Gäste einstellen müssen. Gleichzeitig ist es wichtig, in der Defensive den richtigen Zugriff zu finden und keine schnellen Gegenstöße zuzulassen. Der junge Torwart Mats Grzensinski, der ein Doppelspielrecht mit TuS Nettelstedt-Lübbecke besitzt könnte helfen, möglichst wenig Gegentore zu kassieren. Sein Können hat er bereits aufblitzen lassen.
Im Angriff dürfen sich Nenad Bilbija, Maurice Dräger und auch die anderen Spieler nicht auf zu viele Einzelaktionen einlassen. Der Ball muss durch die Reihen laufen und geduldig eine Lücke gesucht werden. Dann kann der Abwehrriegel der Magdeburger geknackt und eigene Treffer zum Erfolg erzielt werden. Im Hinblick auf die nächsten Begegnungen gegen HSV Hannover am 28. September und bei der HSG Ostsee am 5. Oktober wären zwei Pluspunkte auf der Habenseite eine beruhigende Situation und könnten der Start zu einer kleinen Serie von Siegen sein.