HHB will die Füchse ohne Punkte zurückschicken

Für Marvin Pfeiffer und Philip Reinsch wird die Heimpartie gegen die Füchse Berlin zu einem Nahkampf. (Foto: Holger Staab)
 
Die Treffer von Maurice Dräger aus dem Rückraum könnten am Samstag für einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf werden. (Foto: Holger Staab)

Abstiegskampf geht für Handball Hannover Burgwedel in die nächste Runde

BURGWEDEL (st). Im Jahresendspurt geht es in der 3. Handballliga für Handball Hannover Burgwedel um Abstiegskampf pur. In der Staffel Nord-Ost ist HHB Tabellenletzter und muss sich für die Spiele im Jahr 2020 noch eine bessere Ausgangsposition verschaffen, um nicht chancenlos zu sein. Mit vier Punkten Rückstand auf den vorletzten Platz ist die Situation kritisch, aber noch nicht aussichtslos. Die nächsten Begegnungen werden zeigen, ob das vorhandene Potenzial innerhalb des Teams auch in zählbare Erfolge umgesetzt werden kann.
Nach dem 16:27-Debakel beim Oranienburger HC sieht bei Handball Hannover Burgwedel düster aus. Zwei Siegen gegen die TSV Burgdorf II (25:21) und gegen SC Magdeburg II (28:15) stehen zwölf Niederlagen gegenüber. Der letzte Tabellenplatz ist folgerichtig, denn die anderen Abstiegskandidaten punkten fleißig untereinander und sind deshalb bereits ein ganzes Stück enteilt. Die Spiele im Dezember am kommenden Wochenende gegen die Füchse Berlin Reinickendorf II, im Derby bei der TSV Burgdorf II und gegen TSV Altenholz werden richtungsweisend sein und vielleicht schon als Schicksalsspiele bezeichnet werden können.
In der vergangenen Spielzeit haben die Burgwedeler ebenfalls eine grottenschlechte Hinrunde gespielt und sich dann noch frühzeitig den Klassenerhalt gesichert. Das macht Hoffnung auf die nächsten Partien. Die vielen Niederlagen der letzten Wochen scheinen aber nicht spurlos an der Mannschaft vorrübergegangen zu sein. Einige Leistungsträger übernehmen keine Verantwortung und spielen deutlich unter ihren Möglichkeiten. Marius Kastening, Christian Hoff und Steffen Dunekacke wollen aber aus dem Tabellenkeller heraus und deshalb jetzt mit mehr Einsatz und Kampfkraft in die verbliebenen drei Spiele in diesem Jahr gehen.
Den ersten doppelten Punktgewinn streben die HHB-Spieler am Samstag, 7. Dezember, um 19 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ gegen den Nachwuchs des Bundesligisten Füchse Berlin an. Die Gäste stehen ebenfalls im Tabellenkeller und benötigen die nächsten Punkte zum Klassenerhalt. Das wird ein echtes Abstiegsduell und gerade in so einem Spiel in eigener Halle wird sich zeigen, was die Spieler um Spielertrainer Kay Behnke draufhaben und welchen Einsatzwillen sie zeigen können.
Die Berliner um ihren Coach Anel Mahmutefendic haben mit Ivan Eres vom kroatischen Verein RK Spacva Vinkovci nur einen neuen Torwart in den Kader bekommen. Darüber hinaus lebt die Mannschaft von jungen Talenten aus der eigenen Jugend. Die Füchse gelten als Talentschmiede und bringen jedes Jahr starke Spieler hervor. Das zeigt sich an den Nationalspielern Paul Drux oder Fabian Wiede, die aus der Berliner Jugend stammen. In der Reserve werden diese Akteure geformt, um dann für höhere Aufgaben zur Verfügung zu stehen.
Die Zusammensetzung des Kaders ändert sich allerdings oft und so wird es für Burgwedel schwer, sich auf diesen Gegner einzustellen. Klar ist, im Hinblick auf die kommenden Aufgaben muss sich Burgwedel deutlich steigern. Bis Weihnachten besteht die Chance auf sechs Pluspunkte, vier davon zu erreichen sollte Pflicht sein. Die Mannschaft kann deutlich mehr, als sie es bislang gezeigt hat und will sich jetzt endlich von der ersten bis zur letzten Minute der Herausforderung stellen. Die Leistungsträger stehen jetzt in der Pflicht und sollten im Abstiegskampf gegen die Berliner ohne eine Schwächephase über sechzig Minuten vorbildlichen Einsatz zeigen. Dann wird es auch mit dem nächsten Sieg klappen und die beiden letzten Partien des Jahres können mit Selbstvertrauen angegangen werden.