Für HHB zählt nichts anderes als ein Sieg

Handball Hannover Burgwedel kämpft am Sonnabend mit Marvin Pfeiffer gegen HSG Ostsee um wichtige Punkte gegen den drohenden Abstieg. (Foto: Holger Staab)

TSV Burgdorf II ist bei HC Empor Rostock krasser Außenseiter

ALTKREIS (st). In den nächsten Wochen geht es in der 3. Liga Nord-Ost für die beiden Altkreisteams Handball Hannover Burgwedel und TSV Burgdorf II weiter um den Klassenerhalt. Die TSV hat dabei gute Karten, denn sie befindet sich nicht auf einem Abstiegsplatz und hat bereits einige leistungsstarke Partien abgeliefert. Die jungen Akteure scheinen gut drauf zu sein und befreien sich mit viel Einsatz und guten Leistungen aus der Gefahrenzone. HHB ist noch nicht ganz so weit, aber auf einem guten Weg. Nach der schwachen Hinrunde steht jetzt das Zeichen auf Wiedergutmachung und einige erfolgsversprechende Ansätze zeigen den Willen des Teams, die Liga zu erhalten.
Für Burgwedel steht am Sonnabend, 8. Februar, zu gewohnter Zeit ab 19 Uhr, ein Heimspiel gegen HSG Ostsee N/G auf dem Spielplan. Eine ganz wichtige Partie, denn es geht in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ gegen den Tabellenletzten und damit einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt. Die Gäste konnten im Verlauf der Saison noch nicht viele Akzente setzen und kämpfen zusammen mit HHB um den Klassenerhalt. Beide Mannschaften haben bereits sechs Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Tabellenplatz. Aber es sind noch 14 Spiele zu absolvieren. Erst dann wird das Ergebnis über den bitteren Weg in die Oberliga entschieden.
Zumindest das Spielertrainerduo Kay Behnke und Marius Kastening wehrt sich zusammen mit dem Team verbissen dagegen. Das haben die bisherigen Partien des Jahres bei Eintracht Hildesheim (27:28), gegen HG Hamburg-Barmbeck (23:22), der Rückschlag beim SC Magdeburg II (26:38) und im Derby bei HSV Hannover (35:20) gezeigt. Burgwedels Spielertrainer Marius Kastening lobte vor allem die nach dem Derbysieg gegen den HSV die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams und die Moral mit der Burgwedel ins Spiel gegangen ist: „Wenn wir auch in den kommenden Spielen wie heute gegen Anderten auftreten, bin ich guter Dinge. Nur wenn wir als geschlossene Einheit auftreten, können wir erfolgreich sein.“
Ob es letztlich für den Verbleib in der 3. Liga reicht, wird sich zeigen. Die Begegnung gegen HSG Ostsee ist noch nicht die Entscheidung, könnte aber ein ganz wichtiges richtungsweisendes Spiel sein. In eigener Halle müssen einfach Punkte eingespielt werden und deshalb wollen Maurice Dräger und seine Mitspieler mit vollem Einsatz in die Partie gehen.
Im Hinspiel kassierte Burgwedel eine bittere 27:29-Klatsche, die sich für die nächsten Spiele negativ auswirkte. Mit einer stabilen Abwehr und einer niedrigen Fehlerquote kann am Sonnabend die umgekehrte Wirkung einsetzen. HHB ist am Zug und will jetzt alles versuchen, um die schwache Hinrunde aus den Köpfen zu vertreiben und selbst eine kleine Erfolgsserie zu starten.
Die TSV Burgdorf II sammelt langsam aber sicher Punkte gegen den Abstieg. Die junge Mannschaft um Trainer Heidmar Felixson ist am Sonntag, 9. Februar, ab 16.30 Uhr allerdings nur krasser Außenseiter bei HC Empor Rostock. In der Hinrunde trotzten Malte Donker und Co dem Favoriten beim 29:29-Unentschieden einen wichtigen Punkt ab. In einem spannenden Spiel waren die Burgdorfer leistungs- und nervenstark. Ob so eine Überraschung am Sonntag wieder gelingen kann, ist nicht unmöglich aber die Chance besteht.
Die jungen Talente der TSV spielen gerade gegen Teams aus der Spitzengruppe unbekümmert auf und der Druck, das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden zu müssen, liegt bei Rostock. Der Gastgeber bildet zusammen Mit dem Dessau-Rosslauer HV das Spitzenduo und darf sich keinen Ausrutscher erlauben, um im Titelkampf nicht noch mehr wichtigen Boden zu verlieren. Die Chance für die TSVer, mit einer klugen Taktik und schnellem Spiel den HC zu überrumpeln. Das kann aber nur gelingen, wenn alles passt, Martin Hanne und Co hundertprozentig im Spiel präsent sind und die Rückraumspieler Philipp Asmussen, Tim Völzke, sowie Kreisläufer Maximilian Schütze mit einer stabilen Defensive abgeschirmt werden können.
In den nächsten zwei Partien gegen 1. VfL Potsdam und die Füchse Berlin Reinickendorf II können sich die Burgdorfer dann auf Heimspiele freuen, die durchaus vier Pluspunkte bringen könnten.