"Ein brutales Rennen"

Ein Einstieg nach Maß für Justus Nieschlag: Sieg beim Triathlon Sprint Wettkampf in Troutbeck.  (Foto: Privat)

Justus Nieschlag gewinnt Triathlon in Simbabwe

LEHRTE (r/gg). Nach dem gelungen Saisoneinstieg vom Justus Nieschlag vor zehn Tagen in Kapstadt ist er nur sechs Tage später, am vergangenen Samstag, beim nächsten Triathlon-Sprint-Wettkampf angetreten - ein Rennen in Troutbeck in Simbabwe im Rahmen des Africa Cups 2019. Und die Sensation gelang: Justus Nieschlag siegte in einem „brutalen Rennen“.
Justus Nieschlag erklärte vorab: „Bei diesem Africa Cup geht es für mich um wichtige Punkte für die Weltrangliste, damit ich im Laufe der Saison auch sicher bei allen Rennen starten kann, bei denen ich starten möchte. Die Wettkämpfe werden nämlich nach Weltrangliste gefüllt und durch meine Verletzung im letzten Jahr habe ich einige Plätze einbüßen müssen.“ Auf die Olympia Qualifikation hatte dieses Rennen also keinen Einfluss. Das Starterfeld war hauptsächlich von deutschen und afrikanischen Triathleten gezeichnet. Seine Strategie vor dem Start: „Auch wenn die Arme und Beine noch recht müde sind, freue ich mich auf die anspruchsvollen Strecken, denn sowohl beim Laufen als auch beim Radfahren gibt es keinen flachen Meter. Auf eine Radgruppe wird man daher nicht zwingend angewiesen sein.“ Die Taktik sollte ähnlich simpel wie in Kapstadt sein: „Das Rennen von vorne bis hinten möglichst schnell und hart gestalten. Hier wird es sicher auch aus dem deutschen Lager den ein oder anderen Verbündeten geben.“ Und sein Plan ging auf! Justus Nieschlag gewann den Triathlon-Sprint-Simbabwe 2019. Zur Freude mischte sich seine nüchterne Einordnung nach dem Rennen: „Ein Wettkampf auf über 2.000 Meter Höhe ist kein Geschenk.“ Zum Rennverlauf erklärt er: „Nachdem die ersten 150 Meter der Schwimmstrecke absolviert waren, machte sich bereits der Sauerstoffmangel in der Muskulatur bemerkbar, und ich musste das Tempo etwas drosseln. Den anderen Athleten schien es nicht viel besser zu gehen, und so sortierte sich das Feld nach den ersten 300 Meter und der ersten Boje. Nach dem Schwimmen und auf dem Weg in die erste Wechselzone fand ich mich in einer vierer Gruppe wieder. Mit dabei ein weiterer Deutscher, Maximilian Schwetz. Von Beginn an drückten wir zusammen kräftig auf das Tempo, obwohl die Radstrecke keinen flachen Meter hatte. „Direkt nach der Wechselzone fuhr man erst einmal drei Kilometer den Berg hoch. Schon nach wenigen Metern verabschiedete sich der erste Mitstreiter, nach einem weiteren Kilometer waren Max und ich nur noch zu zweit unterwegs. Wir teilten uns die Arbeit gut ein und hielten unseren Vorsprung von etwa einer Minute bis in die zweite Wechselzone.“
Da Maximilian Schwetz sich in der letzten Kurve verbremst und beinahe auf der Nase gelegen hat, kam Justus Nieschlag mit 15 bis 20 Sekunden Vorsprung vor ihm in die Wechselzone. Er notiert: „Auf der Laufstrecke wurde es nicht viel entspannter, gleich nach dem Wechsel in die Laufschuhe ging es 1,2 Kilometer bergauf.“
Wieder unten angekommen ging es um die Kurve und den nächsten Berg hinauf. Justus Nieschlag berichtet: „So absolvierten wir unsere fünf Kilometer. Definitiv ein brutales Rennen, nicht nur wegen der Höhe!“