Damen sind doppelt gefordert

Auf den Gegner konzentriert: Leonie Rothbarth, im Spiel gegen Hildesheim als MVP ausgezeichnet. (Foto: S. Spatharakis / SFA)
 
Aligses Mannschaftskapitänin Lena Onnen zeigt es an: "Zwei Spiele müssen wir machen!" (Foto: S. Spatharakis / SFA)

Volleyball-Heimspiele in der Sporthalle Schlesische Straße

Lehrte (r/gg). Zweimal auswärts, einmal zu Hause - die Aligser Volleyballteams in der Dritten Liga West haben an diesem Wochenende viel zu tun. Während die Herren heute an den Rhein nach St. Augustin bei Bonn fahren, um erstmals gegen die "Rhein-Sieg Volleys Much & Buisdorf" anzutreten, geht die Fahrt der Frauen in das Münsterland, wo der BSV Ostbevern auf sie wartet. Am morgigen Sonntag empfangen Aligses Damen dann um 16 Uhr die zweite Vertretung des SCU Emlichheim in der Lehrter Sporthalle in der Schlesischen Straße. Die Tageskasse hierfür soll um 15 Uhr öffnen. Nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gilt für den Besuch des Spiels die 2-G-Regelung einschließlich Maskenpflicht und Abstandsregelung. Bei weiteren Verschärfungen der Zugangsregelungen wird das Organisationsteam der SF Aligse angesichts des wachsenden organisatorische Aufwands und der enormen Verantwortung der ehrenamtlich tätigen Helfer darüber beraten müssen, ob Heimspiele vor Zuschauern auch weiterhin durchführbar sind.
Aligses Herren reisen als Tabellenerster an den Rhein, denn erwartungsgemäß gewannen sie am vergangen Samstag ihr Heimspiel gegen den VC 73 Freudenberg mit 3:1 Sätzen (25:21, 25:12, 20:25, 25:12). Trainer Erik Maul registrierte erfreut, dass sich sein Team gegenüber dem Spiel gegen Hürth stark verbessert zeigte, besonders in der Blockabwehr wurde stark agiert. Warum es nach dem überlegen gewonnenen zweiten Satz, jedoch wieder zu einem Einbruch in seiner Mannschaft kam und der Gegner sich den dritten Satz sichern konnte, war ihm jedoch auch rätselhaft. Seine Ansage vor dem vierten Satz verstanden die Gallier dann aber, brachten nun wieder die zuvor gezeigte Leistung auf die Platte und wiederholten das deutliche Punktergebnis des zweiten Satzes. Zum MVP (wertvollsten Spieler des Teams) wurde erneut Mannschaftskapitän Marten Ahlborn gekürt. Trainer Erik Maul hob noch die Leistung von Patrick Korporal heraus, der nach seiner Erkrankung erstmals wieder auf dem Feld stand und - da Adrian Quistorff und Sebastian Böttcher verletzt fehlten - dabei die ungewohnte Rolle des Liberos übernahm und die Aufgabe gut löste.
Gegen die Rhein-Sieg Volleys möchte der Trainer nun endlich den ersten 3:0- Erfolg seines Teams in dieser Saison sehen. „Wir machen unser siebtes Spiel, so langsam wird es mal Zeit“, meint er, zumal sein Team wieder einem Gegner aus dem Tabellenkeller der Liga gegenübersteht. „Die Volleys, Hürth und Freudenberg stehen aktuell auf den letzten drei Plätzen – den Abstiegsplätzen. Da muss es doch unser Anspruch als Tabellenführer sein, die Spiele gegen diese Mannschaften ohne Satzverlust zu gewinnen,“ verdeutlicht Erik Maul. Ob sein Team diesem Anspruch heute Abend gerecht werden kann, wird sich zeigen. Fehlen werden dabei wegen Verletzungen Ruben Peters (Knie) und Libero Sebastian Böttcher (Handgelenk), Patrick Korporal und Bastiaan Göppert sind aus privaten Gründen verhindert. Daniel Bremmer und Moritz Viemann stehen nach ihren Verletzungen wieder bereit, aufgrund der Trainingsrückstände dürfte es aber wohl nur für Kurzeinsätze reichen.
Enttäuschung pur herrschte dagegen bei Aligses Damen nach der deftigen 0:3-Heimniederlage (18:25, 17:25, 15:25) gegen MTV 48 Hildesheim im Abendspiel am vergangenen Samstag. „Da gibt es nichts schön zu reden“, brachte es Coach Harald Thiele auf den Punkt „wir waren - abgesehen vom Auftakt im ersten Satz – meist zu passiv und im Angriff nicht präsent, Hildesheim hat vollkommen zu Recht gewonnen.“ Die MVP-Medaille im Team der Gallierinnen verdiente sich Leonie Rothbarth.
Schnell abhaken wollte Thiele dieses Spiel, dass ihm nicht nur wegen des enttäuschenden Ergebnisses, sondern auch wegen des unsportlichen Verhaltens einiger Gästefans ihm gegenüber nach dem Spiel, noch länger im Magen lag. „Wir schauen nach vorne, die Hinspiele in der Vorrunde sind absolviert, jetzt geht es in die Rückserie und da müssen wir die entscheidenden Punkte machen“ gibt er die Marschroute vor. Und diese Rückrunde beginnt mit einer Doppelaufgabe, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Während heute Tabellenführer Ostbevern auf die Aligserinnen wartet, haben diese morgen den Tabellenletzten Emlichhem II zu Gast. „Im Hinspiel haben wir gegen Ostbevern keinen Stich gesehen, dort in ihrer Halle und vor ihrem lautstarken Publikum einen Satz zu gewinnen ist sehr schwer“, weiß der Trainer, der dann auch mehr Erwartungen auf das Heimspiel seiner Mannschaft setzt. „So wie es derzeit aussieht, werden sich sowohl Emlichheim, als auch wir, uns nach der Vorrunde in der Abstiegsgruppe wiederfinden. Und in die werden die gegeneinander erzielten Punkte aus der Vorrunde mitgenommen.“ Da sein Team in Emlichheim die ersten Punkte in dieser Saison gewinnen konnte, ist er optimistisch, dass dies auch im Heimspiel gelingen wird - so der Bericht von Christian Rauhut.