Burgwedel will Schweriner Stiere zähmen

Wo ist die Lücke für Artjom Antonevitch, der für Handball Hannover Burgwedel ein wichtiger Torschütze ist. (Foto: Holger Staab)

Am 8. Spieltag der 3.Liga Nord-Ost hat Burgwedel ein Heimspiel

BURGWEDEL (st). Mit den Mecklenburger Stieren Schwerin erwartet Handball Hannover Burgwedel am Sonnabend, 12. Oktober, ab 19 Uhr eine Topmannschaft der Saison 2018/2019. Auch in dieser Spielzeit werden die Schweriner in der Tabelle im oberen Tabellendrittel erwartet, sie gehören aber nicht zum engsten Favoritenkreis auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. HHB will nach dem enttäuschenden 27:29 bei der HSG Ostsee in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ eine gute Leistung zeigen und dem Favoriten Paroli bieten.
Am Sonnabend geht es in der 3. Liga Nord-Ost wieder um wichtige Punkte. Der 8. Spieltag hat es für Handball Hannover Burgwedel in sich. Das Trainerduo Kay Behnke und Marius Kastening fordert von seinen Spielern um Nenad Bilbija bedingungslosen Einsatz, denn in einem Heimspiel haben die Burgwedeler immer eine Chance auf einen Sieg, auch wenn es gegen Spitzenteams geht. Das haben sie beispielsweise bei der knappen 20:21-Niederlage am 3. Spieltag gegen die hoch gehandelte Eintracht aus Hildesheim gezeigt. Die Mannschaft hat viel Potenzial, kann aber in einigen Situationen noch nicht alles zeigen und macht zu viele Fehler.
Soll gegen Schwerin ein Sieg gelingen, dann muss die Fehlerquote minimiert und in der Defensive knallhart gearbeitet werden. Die Gäste um Trainer Mannhard Bech haben mit Armi Pärt, Mathias Pedersen, Johannes Prothmann und Morten Joakim Pedersen vier Spieler abgeben müssen und dann sechs Spieler neu in den Kader bekommen. Adam Papadopoulos kam von Eintracht Hildesheim, Alexander Williams vom THW Kiel, Kevin Herbst vom HSV Hamburg, Hannes Schulz vom Bad Doberaner SV, Vaclav Klimt von Mesto Lovosice und Kim-Colin Reiter von der HSG Ostsee N/G. Damit hat Bech ein Kader von 16 Spielern zur Verfügung und die Qual der Wahl.
Die Stiere aus Schwerin sind bissig und wollen nach der bitteren 22:31-Auftaktniederlage bei den Füchsen Berlin II jetzt Vollgas geben. Das haben sie dann aber kaum zeigen können stehen mittlerweile nur im Mittelfeld der Tabelle. Bech gibt den Druck des Erfolges weiter an die Mannschaft. Zunächst musste sie sich erst finden, aber jetzt soll das Zusammenspiel besser sein.
Für HHB-Spieler Maurice Dräger und Co zählen die Erfolge oder Niederlagen des Gegners aber nicht. Sie werden sich intensiv auf die Gäste vorbereiten und wollen möglichst schnell zu ihrem Spiel finden. In der Abwehr soll besser verschoben und die Mecklenburger mit wechselnden Varianten unsicher gemacht werden. Im Angriff ist die Torquote wohl mitentscheidend, ob die Burgwedeler eine Siegchance haben werden. Bisher waren die Abschlüsse vor dem gegnerischen Tor oft zu ungenau. Das soll sich am Sonnabend ändern, um den Start mit sehr mäßigen 4:10-Punkten zu verbessern. Gehen die eigenen Fans mit und feuern die HHB-Spieler lautstark an, dann ist eine Überraschung in Form eines doppelten Punktgewinnes machbar.