Burgdorfer Dritte könnte den Heimvorteil nutzen

TSV-Keeper Felix Wernlein geht zum Ball, um ihn vor der Linie zu erwischen. (Foto: Holger Staab)
 
Trotz Behinderung versucht Christopher Czens vom Lehrter SV mit vollem Einsatz den Ball zum Tor zu befördern. (Foto: Holger Staab)

LSV will gegen HF Helmstedt-Büddenstedt einen Pflichtsieg feiern

ALTKREIS (st). Mit zwei Heimspielen für die Altkreisvertreter in der Handball-Oberliga geht die Saison 2019/2020 in die nächste Phase. Acht Spieltage stehen noch bis zum Saisonende am 2. Mai auf dem Spielplan und sowohl der Lehrter SV, wie auch die TSV Burgdorf III wollen am kommenden Wochenende mit Erfolgen überzeugen und ihre Positionen in der Tabelle festigen.
Für den Lehrter SV ist am Sonnabend, 29. Februar, ab 19 Uhr die Begegnung gegen HF Helmstedt-Büddenstedt eigentlich keine echte Aufgabe. Der LSV steht auf dem 3. Platz der Tabelle und hat durchaus das Potenzial am Ende der Serie die Vizemeisterschaft zu feiern. Das Ziel erscheint realistisch, aber dafür muss die Mannschaft um Trainer Lutz Ewert besonders gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel punkten und in Heimspielen überzeugen. Gelegenheit dazu ist am Sonnabend, denn die Helmstedter sind keine Übermannschaft und schon im Hinspiel deklassierte Lehrte die Handballfreunde mit einem 29:19-Sieg im Auswärtsspiel.
Allerdings sollten Thomas Bergmann und seine Kameraden nicht zu übermütig werden und nur auf die Höhe des Sieges schauen. Helmstedt stellt ein unbequemes Team und wird in Lehrte ohne Druck auflaufen. Die Gäste wollen jeden Punkt erkämpfen und gegen Mannschaften aus den oberen Regionen der Oberliga die notwendigen Zähler für den Klassenerhalt sichern.
Yannik Wildt und Co steht also eine schwere Partie bevor, in der sie in der Deckung viel Stabilität benötigen und im Angriff nur wenig Fehler machen sollten. Jeder technische Fehler könnte mit einem schnellen Gegenstoß bestraft werden und wenn Helmstedt erstmal zu leichten Toren kommt, dann wittern die Gäste eine Überraschung. Mit Blick auf die beiden nächsten Begegnungen bei der HSG Schaumburg-Nord und gegen VfL Hameln wäre ein deutlicher Erfolg zu wünschen, denn zwei weitere Erfolge in Serie sind im Bereich des Möglichen.
Mit der Partie gegen HSG Nienburg am Sonnabend ab 20 Uhr endet für die TSV Burgdorf III eine kleine Serie von drei Heimspielen. Auch gegen die Nienburger hat die Mannschaft um Coach Sven Gennburg ein Team aus dem oberen Tabellendrittel zu Gast. Nach dem starken Auftritt und Auswärtssieg bei TV Jahn Duderstadt (28:23) mussten die jungen Burgdorfer Talente sich gegen den Lehrter SV (21:28) geschlagen geben.
Das wird Gennburg aber nicht davon abhalten, nach vorn zu schauen. Die TSV Burgdorf will die Liga für die Entwicklung der jungen Spieler erhalten und die TSV III hat das Potenzial für die höchste Spielklasse in Niedersachsen. Das nächste Spiel ist bekanntlich immer das schwerste Spiel und deshalb ist der Fokus ganz auf Nienburg gerichtet. Zum Glück haben die Burgdorfer in den verbliebenen acht Partien der Saison noch fünf Heimspiele. Dafür wartet am nächsten Spieltag mit dem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Söhre aber noch ein ganz schwerer Brocken.
Die HSG Nienburg ist kein leichter Gegner, das haben sie zuletzt beim 23:20-Sieg gegen Lehrte bewiesen. Zudem zeigt die bittere 25:36-Pleite im Hinspiel die Qualität der HSG. So eine hohe Niederlage will Gennburg mit seinem Kader im Heimspiel am Sonnabend nicht hinnehmen. Maximilian Czeczelski und Co wollen bis zur letzten Minute kämpfen und vielleicht gelingt ihnen gegen die HSGer eine starke Vorstellung und ein Punktgewinn. Mit Mut und einer konzentrierten Leistung ist das durchaus möglich. Jeder Punktgewinn zählt letztlich für den Klassenerhalt und darauf wollen die Burgdorfer hinarbeiten.