Altkreisteams sind auswärts gefordert

Wenn Veit Mävers von der TSV Burgdorf II am Sonnabend in guter Form ist und geschickt Regie führt, dann kann ein Auswärtssieg bei der HSG Ostsee gelingen. (Foto: Holger Staab)

TSV Burgdorf II kann bei HSG Ostsee N/G selbstbewusst auftreten

ALTKREIS (st). Gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt sind Erfolge doppelt wichtig. Dieser Grundsatz gilt für die TSV Burgdorf II in der 3. Liga Nord Ost am kommenden Wochenende. Das Spiel bei der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz könnte nach dem beeindruckenden 40:31-Erfolg gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Mittelfeld sein. In der Oberliga sind die beiden Altkreisteams Lehrter SV bei MTV Vorsfelde und TSV Burgdorf III bei HSG Plesse-Hardenberg auswärts gefordert und wollen sich eine gute Ausgangsposition für die letzten Spiel des Jahres verschaffen.
Auswärtsbegegnung bei der HSG Ostsee, Derby und Heimspiel gegen Handball Hannover Burgwedel und Auswärtspartie beim Oranienburger HC. Der Spielplan hält für Drittligist TSV Burgdorf im Dezember noch drei ganz wichtige Spiele bereit. Die Burgdorfer wollen daraus möglichst vier Pluspunkte holen und sich langsam in das gesicherte Mittelfeld heranarbeiten. Alle drei Gegner sind direkte Konkurrenten im Abstiegskampf und Trainer Heidmar Felixson fordert seine Spieler deshalb zu erhöhter Aufmerksamkeit und Kampfbereitschaft auf.
Das wird er Veit Mävers und Co aber nicht zweimal sagen müssen. Die Ausbildungsmannschaft der Recken kennt die Situation und die jungen Talente wollen sich aus dem Tabellenkeller befreien. Die erste Chance besteht am Samstag, 7. Dezember, um 18.30 Uhr in der Ostseehalle in Grömitz. Der Gastgeber konnte in der laufenden Serie bisher nicht immer überzeugen und steht im unteren Tabellendrittel. Auch in der vergangenen Spielzeit musste die HSG lange um den Klassenerhalt bangen. Felixson warnt seine Spieler aber vor Überheblichkeit. Die Partie wird alles andere als leicht. Können die Torwarte Björn Oelkers und Tim Buschhorn aber eine gute Leistung zeigen und ihre Vorderleute absichern, dann wird die Defensive mit einem Bollwerk Stabilität bringen und den entscheidenden Faktor für einen Erfolg sein.
Im Kampf um einen Spitzenplatz in der Oberliga Niedersachsen reist der Lehrter SV am Samstag zum MTV Vorsfelde. Um 18.30 Uhr steht dem Team um Trainer Lutz Ewert eine echte Handballschlacht bevor. Gastgeber Vorsfelde hat nach der Vizemeisterschaft 2018/2019 in dieser Saison wieder einen Spitzenplatz eingeplant und steht wie Lehrte in der Spitzengruppe. Der MTV kassierte bisher nur gegen SV Söhre (28:29) eine Niederlage und verlor beim MTV Großenheidorn nach dem 31:31-Remis einen Punkt. Alle anderen Partien gewann der Lehrter Gegner. Mit durchschnittlich 30 geworfenen Treffern ist der Angriff des MTV zu beachten. Die Lehrter sollten ihre ganze Kraft in die Defensive legen. Sie könnte die Grundlage für ein gutes Spiel werden. Der LSV beeindruckte seine Gegner mit nur etwas mehr als 23 Gegentreffern. Das ist ein Spitzenwert. Gelingt es dem LSV neben der Abwehr auch noch im Angriff die Chancen konsequent zu nutzen und Fehler gering zu halten, dann könnte ein wichtiger Auswärtssieg realisiert werden. In der letzten Partie des Jahres 2019 gastieren die Lehrter dann noch am Sonntag, 15. Dezember, beim ebenfalls in der Spitzengruppe mitmischenden SF Söhre
Für die TSV Burgdorf III ist am Samstag um 19.30 Uhr ein Sieg eine Pflichtaufgabe. Beim Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg wollen und können die TSVer nach dem 30:27-Sieg bei HSG Schaumburg-Nord mit breiter Brust auftreten und kämpferisch stark agieren. Das wird auch notwendig sein, denn die Mannschaft der HSG muss ebenfalls unbedingt gewinnen, will man noch den Anschluss an das Mittelfeld halten. Es wird also ein echtes Kellerduell zweier in dieser Saison noch nicht so richtig positiv aufgefallenen Mannschaften. Für Burgdorfs Trainer Sven Gennburg und seinen jungen Spielern ist die Partie schon richtungsweisend, denn ein doppelter Punktgewinn würde den Weg ins Mittelfeld ebnen. Zum Abschluss des Handballjahres könnte dann ein weiterer Erfolg am 14. Dezember gegen VfL Hameln für viel Selbstvertrauen für das neue Jahr sorgen.
Im zweiten Spiel der DHB-Pokalrunde der männlichen A-Jugend trifft die TSV Burgdorf am Freitag, 6. Dezember, um 19.30 Uhr auf den 1. VfL Potsdam 1990. Die Nachwuchsspieler des Burgdorfer Bundesligisten müssen dabei nach Potsdam reisen und werden sich nach dem 33:27-Auftaktsieg im Derby gegen TSV Anderten auf eine schwere Aufgabe einstellen müssen. In der Vorrunde konnten die Spieler um Coach Iker Romero in Potsdam mit 29:26-Toren gewinnen, sollten sich aber nicht zu sicher sein. Nur bei einer starken Torquote und einer guten Abwehrleistung kann der zweite Sieg gesichert werden.