Aligser Volleyballerinnen unterliegen Hildesheim

Einschwören auf das Spiel: Ohne Rituale geht es auch bei Aligses Volleyballerinnen nicht. (Foto: Björn Kaisen / SV Bad Laer)
 
Immer hoch engagiert am Spielfeldrand: Aligses Trainer Harald Thiele. (Foto: Björn Kaisen / SV Bad Laer)

Wochenendspiele werden wegen hoher Corona-Inzidenzwerte verlegt

Lehrte (r/gg). Auch die Anfeuerung durch die spielfreien Aligser Herren unter den 100 Zuschauern reichte am vergangenen Sonntag nicht aus, um die Volleyballerinnen der Sportfreunde Aligse zu einem Sieg im Niedersachsenderby gegen den MTV 48 Hildesheim zu treiben, mit 2:3 Sätzen (25:23 24:26 25:21 14:25 7:15) unterlagen sie den Gästen, die von ihrem zahlreich mitgereisten Anhang nach dem Spiel entsprechend gefeiert wurden.
Dabei hatten Aligses Gallierinnen durchaus die Chance, in diesem wechselhaften Spiel als Siegerinnen vom Feld zu gehen. Nachdem sie im ersten Satz schnell mit bis zu sechs Punkten im Rückstand lagen, starteten sie eine Aufholjagd, bei der sie beim Stand von 23:22 erstmals die Führung in diesem Satz übernahmen und konzentriert zum 25:23 Satzgewinn abschlossen.
Wesentlich enger verlief der zweite Satz, in dem mehrfach die Führung zwischen beiden Teams wechselte, ohne dass sich aber eine Mannschaft einen größeren Vorsprung erspielen konnte. Beim Spielstand vom 24:23 für Aligse hatte die SFA-Gallierinnen Satzball, den sie bereits als verwandelt wähnten, doch führte eine strittige Schiedsrichterentscheidung zum Hildesheimer Ausgleichspunkt. Die Gäste nutzten den deswegen entstandenen Konzentrationsverlust beim Heimteam anschließend clever aus und sicherten sich diesen Satz mit 24:26 Punkten. Statt 2:0 für Aligse, stand es nun nach Sätzen also 1:1.
Satz 3 war ein Spiegelbild des ersten Satzes, denn erneut übte Hildesheim anfangs enormen Druck auf die Aligserinnen aus, die beim Zwischenstand von 5:12 schon wieder nahezu aussichtslos zurück zu liegen schienen. Doch erneut konterten sie zur Begeisterung der Aligser Fans mit überragenden Kampfgeist ihre Gegenspielerinnen aus und übernahmen zur zweiten technischen Auszeit mit 16:15 die Führung, die sie bis zum 25:21 Endstand auch nicht wieder abgaben. Die 2:1 Satzführung sorgte leider jedoch nicht für mehr Sicherheit und Ruhe beim Team von Harald Thiele.
Hildesheim agierte nun sehr variabel im Angriff und stand sicher im Block und in der Feldabwehr, so dass Aligses Angriffsversuche nur selten Erfolg hatten. Zudem häuften sich bei den Gallierinnen nun in allen Bereichen Eigenfehler, so dass Hildesheim seinen Vorsprung permanent ausbaute und mit 14:25 zum Satzausgleich kam. Im Tiebreak machten beide Teams dort weiter, wo sie im vierten Satz aufgehört hatten: Hildesheim dominierte, Aligse machte Fehler und konnte den Hebel nicht noch einmal umlegen, so dass sich die MTV-Frauen mit 7:15 Punkten den Entscheidungssatz holten und mit 2:3 Sätzen als Siegerinnen vom Platz gingen. Als MVP (wertvollste Spielerin) wurde auf Aligser Seite Libera Alena Mehwald ausgezeichnet.
Wann Aligses Frauen nun das nächste Spiel bestreiten, ist aufgrund der ungewissen Entwicklung in der Corona-Pandemie nicht absehbar. Für das Spiel beim TV Cloppenburg, das regulär am Sonntag hätte stattfinden sollen, haben die Sportfreunde jedenfalls wegen der hohen Corona-Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg die Spielverlegung beim Verband beantragt, die nach einer - vorerst bis zum 22. November geltenden - Ausnahmeregelung in derartigen Fällen zu gewähren ist. Und auch Aligses Männer, die bereits am vergangenen Wochenende ihr Spiel in Hürth verlegt haben, wollen aus gleichen Grund das für Samstag terminierte Spiel beim TSC Gievenbeck (Münster) neu ansetzen lassen.