Acht Partien für die Recken im Monat Dezember

Auch für Kreisläufer Evgeni Pevnov wird der Monat Dezember zu einer echten Belastungsprobe. (Foto: Holger Staab)
 
Die Recken hatten in dieser Saison bislang viel Grund zum Jubeln. (Foto: Holger Staab)

Hannover-Burgdorf will trotz Niederlage in Kiel oben dranbleiben

BURGDORF (st). Im Monat November hat die TSV Hannover-Burgdorf kein Heimspiel. Nach dem knappen 30:29-Erfolg am 31. Oktober in der Swiss Life Hall gegen Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen musste die Überraschungsmannschaft der Saison 2019/2020 bei der HSG Wetzlar (25:25) und am vergangenen Wochenende beim Rekordmeister THW Kiel (23:32) antreten. Das nächste Spiel bestreiten die Recken erst wieder am Sonntag, 1. Dezember, um 16 Uhr. Dann wird der 14. Spieltag mit der Partie beim SC DHfK Leipzig stattfinden.
Das hammerharte Programm im Dezember mit acht Pflichtspielen wird am 4. Dezember fortgesetzt. Dann wird um 20 Uhr die Begegnung im Viertelfinale des DHB-Pokals bei den Rhein-Neckar Löwen angepfiffen. Erst am 8. Dezember werden Evgeni Pevnov und seine Mitspieler wieder in der TUI-Arena antreten können. Gegen die Füchse Berlin hoffen sie um 13.30 Uhr auf einen Heimsieg und die Fortsetzung der bisher starken Saison.
Es ist schon ein wenig verwunderlich im November kein Heimspiel und nur zwei Partien in der Liqui Moly Handballbundesliga zu absolvieren und dann im Dezember gleich sieben Bundesliga- und ein Pokalspiel bestreiten zu müssen. Aber der Spielplan gibt den Weg vor und die Recken werden das durchstehen. Für Vincent Büchner und Co ist die Situation in der Spitzengruppe eine positive Momentaufnahme und diesen Moment wollen sie möglichst lange genießen. „In der Mannschaft stimmt es“, meinte Trainer Carlos Ortega zu dem grandiosen Abschneiden der TSV, die zum Saisonbeginn noch von vielen Experten als Kandidat für die unteren Tabellenhälfte abgestempelt wurde. „In meinem Team kennt jeder Spieler seine Rolle“, analysierte der spanische Erfolgscoach in einer Pressekonferenz als Resultat zu den erfolgreichen Spielen, „die Akteure wissen die Lauf- und Passwege der Mitspieler und alle haben sich aufeinander eingestellt.“
Auch in der Defensive machen die Recken bisher eine gute Figur. In der vergangenen Spielzeit kassierten Torwart Urban Lesjak und seine Vorderleute pro Spiel durchschnittlich über 28 Treffer. In dieser Serie ist der Wert auf etwas mehr als 26 Gegentoren gefallen. Vielleicht ist das ein Schlüssel zum bisherigen Erfolg.
Das Team mit den vielen jungen Talenten wie Joshua Thiele oder Ivan Martinovic agiert nicht immer konstant. Das haben die Auswärtspartien beim Unentschieden bei HSG Wetzlar und beim THW Kiel gezeigt. Dennoch sind starke Teamleistungen erkennbar. Mit Spielmacher Morten Olsen als Leader und dem enorm gestärkten Fabian Böhm geben die TSVer kein Spiel leichtfertig verloren und haben schon große Rückstände aufgeholt.
Im Dezember wird es die nächsten Bewährungsproben geben, denn die Taktung der Belastung ist hoch und da wird sich zeigen, welche Qualität Hannover-Burgdorf wirklich besitzt. Können die Spieler verletzungsfrei bleiben, dann wird beim Favoriten Rhein-Neckar Löwen im DHB-Pokal ein Erfolg möglich sein. Das Spiel wird am 4. Dezember angepfiffen und nur zu gern würden die Recken das dritte Mal hintereinander die Fahrkarte zum Final4 in Hamburg lösen. In Mannheim wird ihnen das Siegen aber nicht einfach gemacht und nur eine Topleistung kann ins Halbfinale führen.
Im weiteren Verlauf geht es dann Schlag auf Schlag. Am 8. Dezember folgt um 13.30 Uhr das Heimspiel gegen die Füchse Berlin, am 12. Dezember ab 19 Uhr die Auswärtspartie bei den Eulen Ludwigshafen und am 19. Dezember ab 19 Uhr das Heimspiel gegen HC Erlangen. Noch vor Weihnachten, am 22. Dezember reisen Timo Kastening und Co zur HBW Balingen-Weilstetten.
Am 26. Dezember wird um 14 Uhr das Weihnachtsspiel gegen TVB 1898 Stuttgart angepfiffen und noch im Jahr 2019 steht am 29. Dezember um 16 Uhr die letzte Partie des Jahres bei GWD Minden auf dem Programm. Erst dann kann das Jahr abgerechnet werden und wenn sich Neuzugang Domenico Ebner und seine Kameraden dann immer noch in der Spitzengruppe der so starken Eliteliga im deutschen Handballbund befinden, dann könnte das nächste Jahr die Erfolgsgeschichte der Recken fortschreiben. Die erste Partie 2020 wird das Rückspiel gegen den THW Kiel in eigener Halle am 1. Februar sein.