Abstiegskampf pur in Burgwedel

Freude bei den Ersatzspielern des Drittligisten Handball Hannover Burgwedel. Gegen HC Empor Rostock wollen die HHB-Spieler jubeln. (Foto: Holger Staab)
 
Spielertrainer Marius Kastening konzentriert sich auf seine Aufgabe beim 7m-Wurf. (Foto: Holger Staab)

HC Empor Rostock gastiert bei Handball Hannover Burgwedel

BURGWEDEL (st). Mit dem HC Empor Rostock stellt sich am Samstag, 16. November, um 19 Uhr in der 3. Liga Nord-Ost ein weiteres Topteam in Burgwedel vor. Handball Hannover Burgwedel ist in der jetzigen Phase nicht zu beneiden, denn im Tabellenkeller stehend kommen wöchentlich schwerste Aufgaben auf die Mannschaft zu und die Situation wird mit weiteren Niederlagen nicht besser. Nach der Partie am Samstag werden beim Oranienburger HC und gegen die Füchse Berlin wichtige Begegnungen auf HHB zukommen. Spätestens dann zählen nur noch Punktgewinne.
„Burgwedel steht vor schwierigen Wochen“, lautete bereits vor dem Spiel gegen Spitzenreiter Dessau-Rosslauer HV die Aussage in einer Pressemeldung von Markus Mücke vom HHB. „Den Spielern ist die aktuelle Situation bewusst und die Mannen um die Trainer Marius Kastening und Kay Behnke wollen sich weiterhin als verschworener Haufen und geschlossene Einheit präsentieren. Zusammen mit den Fans und den Verantwortlichen des Vereins will man die Karre gemeinsam aus dem Dreck holen.“
Das Abstiegsgespenst steht über der Mannschaft und nur mit Energieleistungen wird die Mannschaft wieder in die richtige Fahrspur kommen und Siege erzielen. Auch Coach Kastening ist dies bewusst: „Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass alle zusammenhalten“, so der 26-jährige Spielertrainer. Wann sich daraus Erfolge erarbeiten lassen, bleibt aber noch offen. Das es am Sonnabend gegen Empor Rostock in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ klappt, ist eher unwahrscheinlich. Spätestens Ende November beim Oranienburger HC und dann im Dezember soll aber verlorener Boden gutgemacht werden.
Am Sonnabend kommt mit Rostock der Meister der vergangenen Saison aus der 3. Liga Nord nach Burgwedel. Die Rostocker konnten den Aufstieg in die 2. Liga zwar nicht realisieren, stellen aber auch in dieser Spielzeit ein Klasseteam. Bisher reichte es aber nur zum 2. Platz, denn der Absteiger Dessau ist bisher unbesiegt und thront auf dem Spitzenplatz. Mit Trainer Till Wiechers haben die Burgwedeler Gäste einen erfahrenen Trainer auf der Bank und der will im Auswärtsspiel keineswegs verlieren. Spieler wie Philipp Rasmussen, Neuzugang Ole Dieringer oder Leon Witte werden Rostock dabei helfen, einen Erfolg zu verbuchen.
Wenn es bei der HHB aber mit einem guten Start klappen sollte und die Mannschaft um Steffen Dunekacke in Fahrt kommt, könnte HHB der Spitzenmannschaft gefährlich werden.
Die individuellen Stärken der Burgwedeler müssen in eine mannschaftliche Stärke umgewandelt werden und die durchaus vorhandenen Qualitäten auf das Handballfeld übertragen werden. Spieler wie Nenad Bilbija, Artjom Antonevitch, Christian Hoff und Maurice Dräger sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und neben den beiden Trainern als Vorbild für die anderen auftreten. Dann wird auch die Torquote, die in vielen Spielen unterirdisch war, wieder besser und ein Sieg gegen Rostock wäre möglich. Die Qualität im Kader von HHB ist da, sie muss sich jetzt, oder spätestens in den nächsten drei Partien, aus dem Schlaf erwachen lassen. Dann steht dem Weg in das gesicherte Mittelfeld der Liga und in eine bessere Zukunft auch nichts mehr im Weg.