A-Jugend spielte sich bis ins Halbfinale der Dt. Meisterschaft

Koray Ayar, Kreisläufer der A-Jugend der TSV Burgdorf zeigte mit seinem Team gute Leistungen. (Foto: Holger Staab)
 
Martin Hanne erhält von Trainer Iker Romero vor dem Einsatz taktische Tipps. (Foto: Holger Staab)

Starke Saison 2018/2019 der Nachwuchsmannschaft der TSV Burgdorf

BURGDORF (st). Am Ende konnte der Trainer der A-Jugend, Iker Romero, mit seinem Team mehr als Stolz sein und die Enttäuschung nach den beiden Niederlagen gegen einen körperlich ganz starken Gegner Rhein-Neckar Löwen über den verpassten Einzug in das Finale um die Deutsche Meisterschaft hielt sich in Grenzen. In der Saison 2018/2019 hatte die Nachwuchsmannschaft der TSV Burgdorf überzeugen können und der Einzug in das Halbfinale war mehr als sich Torjäger Veit Mävers und seine Mitspieler vor der Saison erträumt hatten.
Das Ziel für die beendete Saison in der Jugendbundesliga war klar abgesteckt. Die TSV wollte unter die ersten sechs Mannschaften der Liga kommen, um sich für eine weitere Serie für die Bundesliga direkt zu qualifizieren. Zudem sollten die eigenen Spieler verbessert werden und an den Herrenbereich herangeführt werden. Ziele die mehr als erfüllt wurden.
Nach zwei Anfangserfolgen gegen Eintracht Hildesheim und JSG NSM-Nettelstedt kassierte die A-Jugend der Burgdorfer Handballer am dritten Spieltag gegen den späteren Meister TSV Bayer Dormagen eine 35:38-Niederlage. Kein Beinbruch für die jungen Talente der Recken, denn Trainer Iker Romero kannte die Qualität seiner Spieler und so wurde die Niederlage mit besseren Vorstellungen beantwortet und Martin Hanne und Co eitlen von Sieg zu Sieg. Schon nach dem Ende der Hinrunde war klar, die Meisterschaft in der Staffel West wurde nur zwischen den beiden Teams aus Burgdorf und Dormagen ausgemacht. Beide Mannschaften stand mit 20:2-Punkten an der Tabellenspitze und hatten vier Minuspunkte vor den Verfolgern. Nach neuen Siegen in Folge musste die TSV Burgdorf wieder gegen Bayer Dormagen ihre zweite Niederlage mit 27:35-Toren quittieren. Damit war der Platz eins scheinbar vergeben, obwohl noch neun Partien zu spielen waren.
Romero forderte von seiner Mannschaft volle Konzentration auf die nächsten Gegner, denn die Qualifikation für die Spiele zur deutschen Meisterschaft sollte erreicht werden. Dazu musste die TSV den zweiten Platz verteidigen. Das gelang, denn die jungen Spieler deklassierten ihre Gegner, wie beim 44:26-Sieg bei HSG Lemgo oder am letzten Spieltag gegen SG Menden (37:18). Nur am vorletzten Spieltag hatte die TSV bei der 30:34-Niederlage beim Bergischen HC das Nachsehen, konnte aber letztlich mit 38:6-Punkten eine ganz starke Spielzeit zeigen und sich für das Viertelfinale qualifizieren.
Ebenfalls erstaunlich war die Entwicklung der Spieler. Mit Veit Mävers und Martin Hanne wurden zwei Akteure in der Bundesligamannschaft eingesetzt, erzielten beide ihre ersten Treffer im Profibereich und wurden als A-Jugendliche mit viel Respekt behandelt. Die ausgezeichnete Jugendarbeit der TSV Burgdorf machte sich bezahlt, als es in der Bundesligamannschaft aufgrund von Verletzungen zu Personalengpässen kam. Zudem wurden Spieler wie Koray Ayar, Petar Juric, Joel Wunsch und Joel Wolf in der Drittligamannschaft der TSV eingesetzt und konnten wichtige Erfahrungen im Herrenbereich sammeln.
Im Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft trumpften die TSVer in eigener Halle förmlich auf und bezwangen den Bundesliganachwuchs der HSG Wetzlar, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mit 35:24-Toren und sicherten sich durch den 37:36-Auswärtssieg bei der HSG dann die verdiente Halbfinalteilnahme. Erst dort war nach den 22:29- und 29:34-Niederlagen gegen die körperlich überzeugenden Rhein-Neckar Löwen Endstation für die TSV-Jugend. „Wir gehören zu den vier besten Mannschaften dieser Altersklasse in ganz Deutschland. Darauf können wir stolz sein“, sind die treffenden Worte von Trainer Romero zum Saisonabschluss.

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 Foto: Holger Staab

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 Foto: Holger Staab