Versierter Küchenchef nimmt Lehrter Bürgerschützen und Freunde frischer deutscher Küche ins "Visier"

Inhaber und Küchenmeister Sebastian Schulze (Mitte) mit Restaurant- und Veranstaltungsleiterin Sabine Meier und Koch Dennis Peavot in seinem nach modernen Ansprüchen umgestalteten Restaurant "Visier" im Lehrter Bürgerschützen-Clubheim am Hohnhorstweg 8. (Foto: Walter Klinger)
 
Solcher Service erfreut die Gäste: Im Restaurant "Visier" im Bürgerschützen-Clubheim wird die Gans noch am Tisch tranchiert. (Foto: Rest. Visier)
Lehrte: Restauran Visier im Bürgerschützen-Clubheim |

Sebastian Schulze hat den Restaurantbereich aufgewertet, betreut aber gastlich auch das Clubheim

LEHRTE (kl). Jetzt haben die Lehrter Bürgerschützen ein Neumitglied, das es sogar nach Olympia geschafft hat. Zwar nicht mit einem Sportgerät, aber mit Kreativität und Hingabe an seinen Beruf und in einem Bereich, der nach einigen Monaten Vakanz den Bürgerschützen das wichtigste war: Der bereits international mit Gold und Silber ausgezeichnete junge Küchenmeister Sebastian Schulze hat als neuer Vereinswirt und zugleich Betreiber des Restaurants "Visier" im Bürgerschützenheim (Hohnhorstweg 8, direkt am Stadtpark) die Herausforderung angenommen, solide Clubheim-Bewirtung mit bester deutscher Restaurant-Küche zu verbinden.
Das für gastlichen Service für Gruppen jeder Größe ideale Raumangebot im Bürgerschützenheim, nach umfassender Umgestaltung ebenfalls sehenswert für moderne Ansprüche aufgewertet, unterstützt diesen "Spagat", für dessen Gelingen keiner geeigneter scheint als der in Lehrte ansässige Küchenmeister, der nach bereits reicher Erfahrung in renommierten Häusern im Bürgerschützenheim die Chance zur Selbständigkeit ergriffen hat.
Zwar hatten die Bürgerschützen monatelang gesucht, aber die Vielfalt der Ansprüche an die Gastronomie im Bürgerschützenheim schreckte Bewerber ab, obwohl es sich hier doch um die anerkannt größte Gastronomieeinheit in der Lehrter Krernstadt handelt.
Denn man(n) muss sich hier schon voll mit der Gastronomie identifizieren, um erfolgreich zu sein. An Wochenenden oft nur zwei Stunden Schlaf, das ist der Dauer-Härtetest für einen Bürgerschützenwirt, "und das weiß ich", bekräftigt Sebastian Schulze, der wegen seines fachlichen Könnens, aber auch seiner Begeisterung am Beruf von Lehrtern, die den Weg des aufstrebenden kulinarischen Sterns verfolgt hatten, für diese Aufgabe empfohlen worden war.
Und der gleich zur Übernahme seine Gestaltungsfähigkeit bewies, und das nicht nur auf der neuen Speisenkarte: Die Gediegenheit der 70er Jahre ist einem ansprechenden modernen Restaurantcharakter gewichen, größere Fenster und - wie auch in den anderen Bereichen - neue LED-Beleuchtung haben Licht auch in den zuvor dunklen Saal (für Tagungen und Feiern bis zu 120 Personen, Silvester mit Galabüfett und Unterhaltung) gebracht. Nicht nur Bürgerschützenchef Claus Reimann, der mit seinem Verein zudem eine umfassende energetische Sanierung des Gebäudekomplexes umsetzte, zeigt sich absolut begeistert: "Der alte Muff ist raus!".
Zwar müssen, etwa im "Bürgerschützen-Stübchen" (für Kleingruppen bis 20 Personen) und in der "Große-Freie-Stube" (bis 60 Personen) noch einige Veränderungen umgesetzt werden, aber die optische Aufwertung gerade im Restaurantbereich (60 Plätze) erhält viel Lob und zieht bereits neue Gäste an. Von den Stammgästen, die gerade mit größeren Feiern monatelang in Nachbarorte ausweichen mussten, gar nicht zu reden. Jetzt aber ist die individuelle Beratung für die Ausgestaltung von Familien-, Betriebs- und Gesellschaftsfeiern durch den Inhaber und seine versierte Restaurant- und Veranstaltungsleiterin Sabine Meier wieder stark nachgefragt.
Zumal Küchenmeister und Inhaber Sebastian Schulze (zuvor u.a. Deutscher Teamchef mit Goldmedaille bei der Kocholympiade, Küchenchef im Sporthotel Fuchsbachtal, Junior Sous Chef und Sous Chef im Mercure Atrium Hannover) eine weitere schmerzlich empfundene Marktlücke schließt: Die der frischen deutschen Küche, die auf Qualität und kreative saisonale Beilagen setzt und (in zudem gutem Preis-Leistungsverhältnis) auch Überraschungen bietet. Völlig überrascht regieren die Gäste zum Beispiel darauf, dass die (Martins-)Gans hier noch am Tisch tranchiert wird (Weihnachtsgänse zum Fest übrigens auch außer Haus).
Natürlich dürfen Gerichte für den kleinen Hunger, Steaks und Niedersachsenteller (und auch das gepflegte Härke) im Bürgerschützenheim nicht fehlen und wird Grünkohl zurzeit stark nachgefragt. Doch auch kulinarisch komponierte "Duette" für den Genießer, ebenso Muscheln oder Fjordlachs, setzen Blickpunkte für den Genuss mit Auge und Gaumen, was auch beim Weihnachtsbrunch wieder so sein wird.
Warme Küche bietet das Restaurant "Visier" im Bürgerschützenheim, Telefon (05132) 35 55, Dienstag bis Samstag jeweils von 17.00 bis 22.30 Uhr (Montag Ruhetag), sowie jeden Sonntag Brunch von 10.00 bis 14.00 Uhr. Dienstags ist Schnitzeltag! Im Sommer werden auch die überdachte Remise, die Gartenterrasse und kleine Biergarten zum Hohnhorstpark bewirtschaftet. Mehr Infos gibt es unter www.restaurant-visier.de.