"30. Maibummel Lehrte": Gemeinsam nicht mehr einsam und gut betreut sein . . .

Die Betreuungskraft in der Tagespflege Sabine Hoyer startet die Beschäftigungsangebote in der Tagespflege der Sozialstation Lehrte mit kleinen Ballübungen. (Foto: Dana Noll)
Lehrte: Sozialstation Lehrte |

Ein Blick in die Tagespflege und Sozialstation Lehrte lohnt sich

LEHRTE (dno). In der schnelllebigen Zeit werden die Bedürfnisse älterer Menschen oft nicht ausreichend wahrgenommen, so dass es im Einzelfall zum Abbruch gesellschaftlicher Kontakt und zur Vereinsamung kommen kann.
In der Tagespflege der Sozialstation Lehrte in der Burgdorfer Straße 30 wird gezielt auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen.
Hier werden bei ältere Menschen die Vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen individuell unterstützt und gegebenenfalls reaktiviert. Mit pflegerisch-therapeutischer Unterstützung sollen Selbstvertrauen und Selbstständigkeit erhalten bleiben und gefördert werden.
Bereits seit dem 1. Januar 2004 gibt es die Sozialstation Lehrte unter neuer Leitung, seit dem, 1. April 2014 hat sich die Tagespflege angeschlossen und arbeitet nun Hand in Hand mit der sich in der 1. Etage befindenden ambulanten Pflege. Ein großer Vorteil für die Besucher/innen und Pflegekräfte, da so ein aktueller Austausch und Informationsfluss über den Zustand der Tagesgäste möglich ist.
In der ambulanten Pflege sorgen 65 und in der Tagespflege 15 Fachkräfte für einen reibungslosen Ablauf und eine gute Betreuung. Drei Ruheräume mit Betten und Liegesesseln, behindertengerechte Sanitäranlagen sowie ein Gemeinschaftsraum stehen den Tagesgästen zur Verfügung.
Ein kleines „Wohnzimmer“ ist mit Fernseher, Couch und Holzschrank eingerichtet und gibt den BesucherInnen ein Gefühl von „zu Hause“.
Geschulte Pflegekräfte gehen auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Gäste ein. In Biographie-Gesprächen werden Interessen und Hobbys hinterfragt, um gezielt auf die Tagesgäste eingehen zu können, gerade für den Umgang mit Menschen, die zum Beispiel an Demenz leiden, ist dies vorteilhaft. Respekt vor der eigenen Lebensgeschichte und den Gewohnheiten stehen dabei im Vordergrund und werden beim Tagesablauf berücksichtigt. Ziel ist es, die eigenen Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten.
In den hellen, freundlichen Räumen werden ältere Menschen wochentags von 08.00 bis 17.00 Uhr betreut und beschäftigt. Die Tagesstruktur ist festgelegt – das Programm wechselt und stellt sich auf Wünsche und Bedürfnisse der Besucher/innen ein. Dazu gehören Bewegungstherapien, saisonale Bastelaktivitäten, musikalische Übungen oder einfach nur gemeinsam spielen und klönen.
In der modernen Küche werden täglich selbst und frisch die Mahlzeiten zubereitet. Dabei wird der hauseigene Koch von den BesucherInnen gern unterstützt. Kleine Ausflüge ergänzen das Programm. Ein hauseigener Fahrdienst steht den Besucher/innen für Bring- und Abholdienst zur Verfügung.
Pünktlich zum Sommer wird ein kleinen Hofgarten mit gemütlichen Sitzgelegenheiten das Angebot erweitern.
Die Kosten für die Tagespflege werden fast vollständig von den Kranken- und Pflegekassen übernommen und berühren im Übrigen auch nicht das Pflegegeld.
Die Tagespflege und Sozialstation sind unter Telefon (05132) 86 24 84 40 zu erreichen. Nicht nur beim "Maibummel, auch während der Besuchszeiten kann man sich nach telefonischer Absprache hier gern umschauen oder beraten lassen.