Zustand der Gedenktafel unklar

Helga Laube-Hoffmann und Thore Meiwes kümmern sich um den Gedenkstein am Eisenbahnlängsweg. (Foto: Manfred Hoffmann)

SPD-Initiative zur Klärung der Lage

Lehrte (r/gg).  SPD-Ratsfrau Helga Laube-Hoffmann und der Lehrter Juso-Chef Thore Meiwes erinnern an die von der Stadtverwaltung zugesagte Restaurierung der Gedenktafel am Eisenbahnlängsweg. Sie ist vor 25 Jahren von den Jungsozialisten aufgestellt worden und soll daran erinnern, dass am Eisenbahnlängsweg während des Zweiten Weltkriegs ein Lager war, in dem über eintausend Zwangsarbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht waren. Am Gedenkstein sei die Inschrift inzwischen unlesbar, so die Mitteilung von Helga Laube-Hoffmann und Thore Meiwes. Zwar habe Bürgermeister Frank Prüße auf Anfrage von Ratsfrau Helga Laube-Hoffmann bestätigt, dass die Beschriftung der Gedenktafel in einem schlechten Zustand sei. Zwischenzeitlich gebe es neue Erkenntnisse hinsichtlich des Reichsbahnlagers „Ida“, so dass die Beschriftung angepasst werden müsse. Hierzu werde in nächster Zeit eine entsprechende Beschlussvorlage erstellt. Doch passiert sei in den Gremien nichts, so die Kritik aus der SPD-Fraktion. Auf Marktspiegel-Nachfrage bestätigt Fabian Nolting, Fachdienstleiter in der Stadtverwaltung, die geplante Textanpassung auf der Gedenktafel. Er schreibt: "Angekündigt seitens der Stadtverwaltung war, die Protagonisten der erstmaligen Erstellung der Gedenktafel mit einzubinden. Dies war coronabedingt leider bislang nicht möglich. Da das Stadtarchiv aktuell noch keine Besuchergruppen empfangen darf, wird sich die Aufarbeitung weiter verzögern. Aktuell besteht aber noch die Hoffnung, in diesem Jahr die angekündigte Beschlussvorlage den städtischen Gremien vorzustellen."