Zuschuss aus der Regionskasse

Zeichen für die Solaroffensive (von links): Jürgen Suchopar (Fachdienstleitung Baubetrieb), Rike Arff (Leitung Klimaschutzleitstelle), Frank Prüße (Bürgermeister Stadt Lehrte) und Julien Griebsch (Sachbearbeitung Gebäudewirtschaft).  (Foto: Stadt Lehrte/Lilian Appel)

Dämmung und Sonnenstrom für Betriebshalle

Lehrte (r/gg). Die Stadtverwaltung plant für das Dach der Bauhof-Gerätehalle an der Schützenstraße Dämmung und Photovoltaik  und erhält von der Regionsverwaltung dafür 30.000 Euro aus dem Förderprogramm Dach-Solar-Richtlinie. Diese gibt es seit Anfang 2020 für private Eigentümer, die ihre Immobilien energetisch aufrüsten wollen. Mehr als 230 Anträge hat die Klimaschutzleitstelle der Region in den letzten 22 Monaten bewilligt. Aufgrund der hohen Nachfrage hat die Regionsversammlung den Fördertopf für das Jahr 2021 bereits von einer Million auf 1,6 Millionen Euro aufgestockt.
Lehrte profitiert als eine der ersten Kommunen von der Richtlinie. In der ehemaligen Fahrzeughalle der Feuerwehr sind mittlerweile Geräte des Bauhofs untergebracht, deshalb muss das Gebäude beheizt werden. „Das Gebäude ist mehr als 50 Jahre alt und das Dach wurde seit dem Bau nur geflickt. Gerade heizen wir die Umgebung mit“, erklärte Bürgermeister Frank Prüße bei der symbolischen Scheck-Übergabe. Eine bessere Isolierung sei deswegen ohnehin in Planung gewesen. „Durch unseren Klimaschutzmanager Christian Helmreich haben wir dann vom Förderprogramm der Region erfahren und uns entschieden, auch eine Photovoltaikanlage zu errichten.“ Dadurch sind die 600 Quadratmeter Dachdämmung förderfähig. Je Quadratmeter gibt die Region 50 Euro dazu – maximal pro Gebäude 50.000 Euro. Die Solaranlage soll in Zukunft auf rund 350 Quadratmetern Fläche Strom für die Werkstatt des Bauhofs liefern. Geplant sind außerdem ein Batteriespeicher und zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. „Als Kommune wollen wir bei der Energiewende mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärte Frank Prüße. „Wir freuen uns, dass die Region uns dabei mit der Dach-Solar-Richtlinie unterstützt.“
Auf die Vorbildfunktion setzt auch Regionsdezernentin Christine Karasch: „Wer sieht, dass die Stadt Solarpanels auf dem Dach hat, merkt, dass es sich lohnt und beschließt hoffentlich, auch selber etwas für eine positive CO₂-Bilanz zu tun.“ Das Beispiel aus Lehrte zeige außerdem, wie wichtig es ist, bei der Energiewende die Dämmung mitzudenken: „Die beste Solaranlage bringt nichts, wenn das Gebäude Unmengen Energie verbraucht.“
„Wir freuen uns besonders, dass Fördergelder aus der Dach-Solar-Richtlinie jetzt auch von den Kommunen abgerufen werden“, sagt Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover. Im ersten Jahr hatten vor allem Einfamilienhaus-Besitzerinnen und -Besitzer vom Fördertopf profitiert. „Das ist auch wichtig – aber ein saniertes Hallendach kann auf einen Schlag ein Vielfaches an Energie einsparen und produzieren.“
Neben Kommunen können auch Vereine, Privatpersonen und Unternehmen auf eine Finanzspritze hoffen: „Die Dach-Solar-Richtlinie steht grundsätzlich allen Eigentümern in der Region offen. Und bei Fragen hilft die Klimaschutzleitstelle gerne weiter“, erklärt Rike Arff.
Die Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob im Rahmen der Dachsanierung eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage gebaut wird. Eine Förderung der Solaranlage mit vorhandenen Bundesprogrammen ist möglich. Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per E-Mail an klimaschutzleitstelle@region-hannover.de.
Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen: www.hannover.de/solarkataster