Zum Antirassismustag Lesung "Das verbotene Dorf" in Lehrte

Geschichtsaufarbeitung leisten Utz Anhalt und Steffen Holz in ihrem Buch „Das verbotene Dorf“. DGB und AK Ausländer haben sie jetzt zur Autorenlesung nach Lehrte eingeladen. (Foto: Offizin Verlag)

DGB-Ortskartell und Ausländer-AK laden ins „Deutsche Haus“ ein

LEHRTE (r/kl). Der DGB Lehrte hat bereits im vergangenen Jahr eine Autorenlesung „Das verbotene Dorf“ geplant, die am Samstag, 24. März, erfolgen soll, wurde nun aber tatsächlich von der Entwicklung der rechten Szene überrascht.
„Die mörderischen Aktivitäten der Zwickauer Terrorzelle und ihrer Unterstützer haben gezeigt, dass rechtsextremistische Organisationen in den vergangenen Jahren unbehelligt Netzwerke und Zellen bilden konnten. Auch in Lehrte hat sich eine NPD Ortsgruppe gebildet. Aufgrund dieser aktuellen Situation zeigt sich, dass die Information jetzt erst recht notwendig und wichtig ist", erläutert der örtliche DGB-Vorsitzende Reinhard Nold die Situation. Der Arbeitskreis „zur Zusammenarbeit mit ausländischen Mitbürger" und der DGB bewerben diese Lesung gemeinsam.
„Wer waren die Gefangenen im Wincklerbad und warum haben die Rechtsradikalen das Wincklerbad als Anlauf- und Gedenkstätte ausgewählt?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt der Autorenlesung zur Dokumentation des britischen Verhörzentrums. Unter dem Titel „Das verbotene Dorf“ veröffentlichten die Autoren Utz Anhalt und Steffen Holz im August 2011 diese Schrift.
Unter anderem haben sie umfangreiches Material ausgewertet, welches Auskunft über die dort inhaftierten Gefangenen gibt. Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, warum die Organisatoren der „Trauermärsche“ bei ihrer Bewerbung der Veranstaltung um die dort inhaftierten Nazi-Größen seit Jahren einen großen Bogen machen und dort inhaftierte Homosexuelle und Kommunisten in den Vordergrund schieben.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 24. März, ab 9.30 Uhr im Hotel „Deutsches Haus“, Bahnhofstraße 29B, in Lehrte statt. Der Eintritt zu dieser Autorenlesung ist natürlich frei. Interessierte und Gäste sind herzlich willkommen. °Jedoch Mitglieder von neofaschistischen Parteien, Organisationen und Zusammenschlüssen, sowie Personen, die uns als TeilnehmerInnen von neofaschistischen Veranstaltungen, Aufmärschen und Aktionen bekannt sind, erhalten zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!", erinnert der DGB.