Zum Abschluss am Sonntag gehört die „Kulturzelt Lehrte“-Bühne der Jugend

Die SchülerInnen (hintere Reihe v.l.) Nico, Nina, Dana, Yildiz, Felix, Tomiris, Christoph und René (vorn) haben sichtlich Spaß bei ihrem Workshop. Am morgigen Sonntag treten alle 40 Workshop-SchülerInnen gemeinsam auf der „Kulturzelt“-Bühne auf. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

SchülerInnen inszenieren Theaterstück gegen Langeweile

LEHRTE. Bei der Abschlussveranstaltung des „Kulturzeltes Lehrte“ auf dem Rasenrondell am Hohnhorstpark am morgigen Sonntag, 26. September, ab 15.00 Uhr (Eintritt vier Euro), wollen die Kulturzelt-Planer und Organisatoren Fettah Diori und Dirk Ihle in die Zukunft weisen und überlassen daher der Jugend die Bühne. Unter dem Motto „Schule macht Kultur“ wollen insgesamt 40 SchülerInnen in einem multimedialen Theaterstück deutlich machen, dass junge Menschen die Welt in der sie leben selbst gestalten können.
Dabei sammeln die Zwölf- bis Fünfzehnjährigen in Theaterworkshops neue Eindrücke. Fettah Diori legt, in seiner Funktion als künstlerischer Leiter, besonders viel Wert darauf, den Jugendlichen eine konzentrierte, teamorientierte und erfolgversprechende Arbeitsweise zu vermitteln. Dabei greift er auf einen großen Erfahrungsschatz als Lehrer bei vielen Theater-Workshops an Hauptschulen in Hannover zurück.
Das Thema dieser Schulworkshop Woche haben sich die Jugendlichen selbst ausgesucht: Sie haben sich die Frage gestellt, wie die Welt aussehen könnte, wenn keine lange Weile aufkommt. Dies, und darin waren sich alle einig, geschieht insbesondere dann, wenn etwas „Unheimliches“ passiert.
Fantasievoll wurde daraufhin von allen Workshop-TeilnehmerInnen eine Geschichte entwickelt, in der drei Mädchen die Hauptrolle spielen. Diese geraten in Turbulenzen und begegnen dabei Hexen, Zauberern und Zombies.
Die Teams aus SchülerInnen der Berthold-Otto Förderschule, der Hauptschule Süd und des Gymnasiums Lehrte entwickeln rund um die Inszenierung alles selbst. Gearbeitet und geprobt wird im Klassenraum und auf der Bühne.
Drei Projektgruppen sind am Start: Das Projekt „Modenschau“ (Leitung Marion Krüger), das Projekt „Theater“ (Leitung Christoph Lietz), das Projekt „Tanz“ (Leitung Petra Hundertmark) und das Projekt „Video“ unter der Leitung von Bernd Wolter. Bereits bei den Proben auf der Bühne zeigt sich in diesen Tagen, dass die SchülerInnen durchaus dazu in der Lage sein werden, ihrem Publikum das Gruseln zu lehren. Spannung statt Langeweile dürfte dann im Kulturzelt den Vorrang haben.
„Das Besondere ist“, so berichtete Fettah Diori, „dass wir mit diesem Projekt erstmalig SchülerInnen der unterschiedlichen Schulformen zusammenführen, um zu zeigen, dass es in den Arbeitsgruppen keine Unterschiede gibt. Alle SchülerInnen sollen gleichermaßen lernen, dass der Weg bereits das Ziel ist, auf dem Rücksichtnahme, die Fähigkeit sich gegenseitig zuzuhören und ,Fair-Play' gefordert sind. Wenn das Theaterstück aufgeführt wird, wollen wir darüber hinaus keine ,Superstars' unter den Darstellern, sondern das Gemeinschaftsgefühl in den Mittelpunkt stellen.“