"Zubetonierung stoppen"

Verein setzt sich für Bodenschutz ein

ALIGSE (r/gg). Der hiesige Verein für Dorferhaltung und Umweltschutz setzt sich für den konsequenten Stopp der Zubetonierung der noch freien Flächen ein. Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur sei ein Gebot, um Lebenswertes für zukünftige Generationen zu erhalten.
Naturschutzverbände, Bürgerinitiativen und Experten, die im Bundesbündnis Bodenschutz zusammen geschlossen sind, haben eine Resolution formuliert, die den immensen Flächenverbrauch, rund 60 Hektar am Tag bundesweit, verhindern soll. Ein "Weiter so" beim Raubbau an der Natur, wie bisher, wäre fatal. Es gehe nicht um das Verhindern von Bautätigkeit, sondern um die Nutzung vorhandener, aber vielerorts leer stehender, Wohn- und Gewerbeflächen.
Zum Hintergrund: Böden sind komplexe Ökosysteme. In der obersten Schicht, im Humus, arbeiten Millionen Kleinstlebewesen zugunsten der Menschen. Ohne sie wäre Ackerbau nicht möglich. Es gäbe nichts zu essen, wenn Landwirte, die dieses Bodenleben bewahren, Flächen nicht nutzen können. Ein weiterer lebenswichtiger Aspekt: Boden filtert das Regenwasser und ermöglicht dem Menschen die Grundwassergewinnung.
Der Kommunalisierung zum Zweck der Vermarktung und dem spekulativen Erwerb landwirtschaftlicher Flächen soll ein gesetzliches Regelwerk entgegen gesetzt werden, so die Mitteilung des hiesigen Vereins für Dorferhaltung und Umweltschutz.