Zoll und Polizei kontrollierten auf der Rastanlage Lehrte

Heizöl statt Diesel: Auch hier wurde bei der Kontrolle an der A 2 in Lehrte ein satter Aufschlag fällig. (Foto: HZA Hannover)

Lange Mägelliste und mehrere schwere Verstöße

LEHRTE (r/kl). Am Donnerstag dieser Woche kontrollierten 15 Einsatzkräfte des Zentralen Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Hannover, und zehn Einsatzkräfte des Hauptzollamts Hannover zahlreiche gewerbliche Transportfahrzeuge auf der Autobahn 2, Fahrtrichtung Dortmund auf der Rastanlage Lehrter-See Nord. Am Ende der fünfstündigen Kontrolle zogen Zoll und Polizei ein positives Resümee.
Die Mängelliste bei Fahrzeugen und Fahrern hatte einen stattlichen Umfang erreicht. Bei den Prüfungen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz ergab sich in drei Fällen der Verdacht des Leistungsbetruges. Weiter stellten die Zöllner einen Arbeitnehmer ohne entsprechende Arbeitserlaubnis fest. Gegen den Arbeitnehmer und den anwesenden Arbeitgeber wurden vor Ort Ermitt- lungsverfahren eingeleitet.
Weitere Feststellungen waren vier Verdachtsfälle des Vorenthaltens von Arbeitsentgelten, drei Fälle der Verletzung der Sofortmeldepflicht im Güterverkehrsbetrieb, ein Verdachtsfall des Mindestlohnverstoßes und ein Fall der Mitführungspflichtverletzung von Ausweispapieren.
Weiter stellten die Zöllner in der Tankanlage eines Transporters Heizöl statt Dieselkraftstoff fest. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der missbräuchlichen Verwendung von Heizöl als Dieselkraft- stoff eingeleitet. In einem anderen Fahrzeug entdeckten die Zöllner mehrere Kanister mit 70 Liter Dieselkraftstoff, für die der Fahrer 32,93 Euro Energiesteuer entrichtete.
Auch die Einsatzkräfte der Polizei verzeichneten zahlreiche Mängel. So war für einen 49-jährigen deutschen Kfz-Führer die Fahrt auf der Rastanlage Lehrte beendet. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,08 Promille. Ein Sprinterfahrer musste eine unfreiwillige längere Pause in Lehrte einlegen. Bei dem Fahrzeug wurde eine Überladung von über 30 Prozent festgestellt. Eine Weiterfahrt war erst nach einer Umladung auf ein anderes Fahrzeug gestattet.
Bei der Überprüfung eines Fahrtenschreibers stellten die Beamten fest, dass der Fuhrunternehmer das digitale Kontrollgerät nicht bedienen konnte. Nach eigenen Angaben sind auch seine Mitarbeiter und Fahrer nicht in die Bedienung dieser Geräte eingewiesen.