Zeitzeugnisse gesucht

DGB und VHS planen Ausstellung

LEHRTE (r/gg). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Volkshochschule (VHS Ostkreis Hannover) planen für September eine Ausstellung zur Geschichte der regionalen Arbeiterbewegung zwischen 1914 und 1933, während des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik.
Gezeigt wird eine Wanderausstellung, die der promovierte Historiker Peter Schulze für den DGB Kreis Region Hannover konzipiert hat, mit Texten und Bildern zur Geschichte der Maifeiern in Hannover, zur Arbeiterbewegung im Weltkrieg 1914-1918 und in den 1920er Jahren, zur Besetzung der Gewerkschaftshäuser im Jahr 1933 und zum Widerstand gegen die NS-Herrschaft. Die Themen der Ausstellung sollen durch drei Vorträge des Historikers vertieft werden.
„Wir möchten alle Bürger zu einer ganz besonderen Zeitreise einladen und insbesondere jüngeren Menschen ein Geschichtsbewusstsein vermitteln, damit sie aus der Geschichte lernen können. Dies bedeutet, dass die Ausstellung auch als dynamischer Lernprozess zu verstehen ist, in dem alle drei Zeitdimensionen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) sinnvoll in Zusammenhang gebracht und so auf die eigene Lebenssituation bezogen werden können, um Welt-, Geschichts- und Selbstverständnis zu entwickeln und zu erweitern“, sagt der DGB Ortsverbandsvorsitzende Reinhard Nold.
Um der Ausstellung durch Dokumente und Bilder aus Lehrte mehr Lokalkolorit zu verleihen, suchen der DGB Ortsverband Lehrte und die VHS Ostkreis Hannover Dokumente und Bilder zur Lehrter Arbeiterbewegung, von Parteien und Gewerkschaften, aus der Zeit von 1914 bis 1933.
Reinhard Nold sagt: "Ich hoffe, dass uns Dokumente, Bilder, Anekdoten oder ähnliche Zeitzeugnisse erreichen. Dies können Bilder gewerkschaftlicher Gruppen sein, Fotos aus dem Lehrter Gewerkschaftshaus, Einladungen zu gewerkschaftlichen und politischen Versammlungen oder Wahlplakate dieser Zeit.“
Die Exponate aus Lehrte sollen in die Ausstellung integriert werden. Die Ausstellung wird vom 1. bis zum 31. September in den VHS-Räumen am Rathausplatz 2 zu sehen sein.
Wer Dokumente, Bilder und Historisches zur Arbeiterbewegung aus der Weimarer Republik besitzt und zur Ausstellung beitragen möchte, kann sich melden: E-Mail DGB-Lehrte@web.de oder Telefon 05132 58 94 01.