Zeichen in dramatischer Lage

Rotes Licht am Betriebsgebäude der S.A.L. Eventtechnik an der Everner Straße gehörte zur bundesweiten Protestaktion der Veranstaltungsbranche. (Foto: Klaus Bombosch)

Veranstalter protestieren gegen Verbote

LEHRTE (r/gg). Der bundestweit von der Veranstaltungsbranche initiierte Aktionstag „Night of Light“ hat auch in Lehrte seinen sichtbaren Ausdruck gefunden. In rotes Licht in Szene gesetzt waren die Standorte, der unverschuldet in wirtschaftliche Not geratenen Firmen, darunter "S.A.L. Eventtechnik", Sedanplatz 8, unter der Regie von Klaus Bombosch. Er sagt: "Technikfirmen, Dienstleister in der Veranstaltungsbranche und viele mehr stehen seit März ohne Aufträge da, eine Perspektive ist nicht in Sicht. Wir sind dem Aufruf gefolgt und haben unser Firmengebäude in Lehrte an der Everner Straße, farbig illuminiert." Das rote Architektur-Licht mit Logo-Projektion gehörten zur Aktion „Night of Light“. Lösungen und Wege aus der Krise sollen von der Politik erarbeitet werden. Tom Koperek, Initiator der "Night of Light" sagt: „Mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte hat die Veranstaltungsbranche, wenn wir die Unterhaltungsindustrie, die Entertainment-, Kultur-und Kreativwirtschaft mit hinzurechnen“. Mehr als 50 Prozent der Betriebe drohe nach vier Monaten ohne Einnahmen die Insolvenz. Gravierende Folgen habe dies nicht nur für die kulturelle Vielfalt als tragende Säule der Gesellschaft, sondern auch für den Arbeitsmarkt - so sein Hilferuf. Die Hilfsprogramme der Bundesregierung in Form von Kreditprogrammen seien kein probates Mittel, um die Veranstaltungswirtschaft zu retten, da sie nicht wertschöpfend investiert werden könnten, sondern aufgewendet werden müssten, um die Betriebskosten zu decken, während es weiterhin keine Einnahmen gebe. Am Ende stehe daher die erneute Zahlungsunfähigkeitin Verbindung mit einer Überschuldungder betroffenen Unternehmen.
Das Lehrter Unternehmen "Helmer GmbH, die Eventausstatter", Zum Roden 9, haben ebenfalls der Aktion "Night of Light" angeschlossen und das Aligser Firmengebäude in rotes Licht gehüllt. Für das Unternehmen sagt Irene Helmer: "Unsere Branche braucht von der Politik eine Perspektive."