Zehn Igel gerettet

So geht es: Dank des persönlichen Einsatzes von Bettina Schumburg sind zehn Igel umgesiedelt worden. (Foto: Privat)

Aufoperungsvolle Hilfe führt zum Erfolg

LEHRTE (r/gg). Nach der Räumung der früheren Kleingartenkolonie an der Manskestraße offenbarte sich im vergangenen Winter die Not der Igel, die dort ihren Unterschlupf verloren. Insbersondere die Gefahr, bei der anstehenden Bauvorbereitung unter die Radlader-Räder zu kommen, ließ Bettina Schumburg nicht ruhen. Die Anliegerin bemühte sich um den Schutz der Igel - der Marktspiegel berichtete. Inzwischen sei die Umsiedlung von zehn Igeln gelungen, so ihr Hinweis, auch dank der Unterstützung von Bürgermeister Klaus Sidortschuk, Stadtbaurat Christian Bollwein und Volker Kemmling, Leiter der städtischen Grünplanung. "Der Bürgermeister war für unsere Sorgen und Nöte offen und ehrlich interessiert und hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um aktiv zu helfen", schreibt Bettina Schumburg, die auf die Unterstützung ihres Mannes Elmar Schumburg bauen konnte. Sie schreibt: "Unsere konsequente Anfütterung an festgelegten Futterstellen auf den Gartenwegen, die wir seit Ende März befüllt und betreut haben, hat sich bewährt und konnte zu diesem tollen Ergebniss führen. Igel haben eine sehr gute Nase. Außerdem sind diese Tiere sehr sozial und kommunizieren untereinander. Sie verraten ihren Mitgesellen auch Futterstellen. Wir beobachten oft an unserer privaten Futterstelle, dass mehrere Tiere gemeinsam erscheinen. Sie kommen auch gern zu festen Zeiten. Dieses Verhalten war für die Evakuierung absolut hilfreich, und daher konnten wir in den Abendstunden von 20.30 bis 2 Uhr diese liebenswerten Tiere finden und retten. Die acht Igel in dem neuen Arial, wurden von uns noch zehn Tage gefüttert. So konnten sie sich leichter in dem neuen Gebiet aklimatisieren." Jeder aufgefundene Igel kam sieben Tage in Bettina Schumburgs Obhut. Sie befreite sie von Parasiten, päppelte sie mit gutem Futter auf, bei Auffälligkeiten wurde der Tierarzt zu Rate gezogen. Acht Igel haben nun in der Gartenanlage Hohnhorstsee, gegenüber von dem FC Platz, ihr neues zu Hause. "Dieser Gartenvorstand war überaus zuvorkommend, hilfsbereit", betont Bettina Schumburg. Zwei Igel, Jährlinge, leben nun im Bereich Scharnhorststraße und werden dort an einer Ganzjahresfutterstelle betreut und unterstützt. Ein an der Manskestraße aufgefundener Igel war schwer krank. Der Verdacht auf einen Verletzungen aus dem Straßenverkehr bestätigten sich in der Burgdorfer Klinik. Bettina Schumburg schreibt: "Die Schmerzensschreie während der Autofabrt gingen uns unter die Haut und machten uns sehr betroffen. Den Igel konnte man dann nur noch erlösen und einen qualvollen Tod verkürzen. Leider rasen die Autos sehr oft, sehr schnell, deutlich über Tempo 30 die Manskestrasse rauf und runter. Je später der Tag, um so mehr. Leider."