Wohnungsbrand an der Schillerstraße

Rauchgasvergiftung: Bewohner schwer verletzt

LEHRTE (r/gg). Feuer ist am Mittwoch gegen 14.25 Uhr im Badezimmer einer Erdgeschosswohnung an der Schillerstraße ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich der 50-jähriger Bewohner allein in der Wohnung auf. Ein Nachbar, der über der vom Brand betroffenen Wohnung lebt, bemerkte das Feuer und alarmierte die Rettungskräfte. Anschließend half er dem 50-Jährigen, die verrauchte Wohnung zu verlassen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Lehrte, trat Rauch aus dem vierstöckigen Haus. Im leicht verrauchten Treppenraum wurden der Bewohner und sein Retter angetroffen. Beide wurden an den Rettungsdienst übergeben und mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht.
Da sich noch Personen im Gebäude befanden, wurden die ersten Trupps zur Rettung eingesetzt. Sie brachten noch drei weitere Personen in das Freie.
„Die Brandbekämpfung in der betroffenen Wohnung gestaltete sich auf Grund des Zustandes der Wohnung schwierig, da diese sehr verwinkelt und zugestellt war“, so der Feuerwehrbericht. Das Feuer wurde im Badezimmer lokalisiert und schnell bekämpft. Im Anschluss musste die Lehmschlagdecke geöffnet werden, um einzelne Brandnester mit der Wärmebildkamera zu lokalisieren und abzulöschen. Währenddessen wurde das gesamte Wohnhaus druckbelüftet. Nachdem die Zimmerdecke Normaltemperatur erreicht hatte, wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Als besondere Belastung für die Entkräfte stellten sich die sommerlichen Temperaturen mit mehr als 30 Grad dar. Aus diesem Grund wurden vorsorglich der zweite und dritte Zug bestehend aus den Feuerwehren Ahlten, Aligse und Steinwedel alarmiert, um weitere Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben - so der Bericht von Stephan Keil von der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte.
Im Einsatz die Feuerwehren Ahlten, Aligse, Steinwedel und Lehrte mit 46 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen und ein Notarzt sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen.
Die Polizei geht bei der Brandursache von einem Selbstverschulden aus. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 30 000 Euro.