Wie wäre es mit einem Tombola-Los für den Nikolausstiefel?

Activity Beauftragter Horst Klein, Präsident Helmut Hartung und Siegfried Rückert, Vorsitzender Lions Hilfswerk Lehrte e.V. (v.l.) stecken eifrig in der Planung für die Weihnachtstombola am Nikolaustag. (Foto: Dana Noll)

Lions Club unterstützt mit dem Erlös die Sprachförderung für ausländische Kinder

LEHRTE (dno). Kommunikation ist mehr, als sich nur zu unterhalten. Sprache verbindet, baut Freundschaften auf, schafft Nähe und Vertrauen. Wer sich nicht verständigen kann, bleibt außen vor. Genau das ist das Problem vieler Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund.
Oft traumatisiert, fremd und allein gelassen werden sie direkt in unser Schulsystem integriert. Eine schwierige Situation auch für Lehrkräfte und Mitschüler. Die Politik scheint überfordert, obwohl einiges im Bereich Integration getan wird.
Nicht genug findet der Lions Club. Und so geht auch in diesem Jahr der Erlös aus der Weihnachtstombola in die Sprachförderung für ausländische Kinder. Bereits zum dritten mal unterstützt der Lions Club in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Ortsverband Lehrte diese Maßnahme an den örtlichen Grundschulen.
Am Nikolaussamstag, dem 6. Dezember, werden von in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr im Einkaufszentrum „Zuckerfabrik“ Lehrte insgesamt 5.000 Lose für den guten Zweck verkauft.
Für 1,50 Euro hat man die Chance auf einen kleinen oder großen Gewinn. Preise im Wert von mehreren Tausend Euro, darunter sogar ein Großbildfernseher, warten darauf, abgeholt zu werden. Gerne können sich noch Lehrter Unternehmen als auch Privatpersonen mit Sach- und Geldspenden an der Tombola beteiligen.
Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt - Kinderpunsch für die Kleinen, Glühwein für die Großen und frische Kartoffelpuffer für alle! Hier geht der Erlös ebenso in die Sprachförderung. „Mindestens 6.500 Euro erwarten wir für die Kinder“, so Siegfried Rückert, Vorsitzender des Lions Hilfswerkes Lehrte e.V.
Sollte der Betrag nicht erreicht werden, wird von den Lions aufgestockt. „Die Kinder brauchen diese Sprachausbildung dringend. Leider ist die finanzielle Unterstützung durch das Land Niedersachsen sehr begrenzt und wird dem tatsächlichen Bedarf bei Weitem nicht gerecht“, so Präsident Helmut Hartung ergänzend.
29 Kinder aus den Grundschulen An der Masch und Albert Schweitzer, müssten derzeit gefördert werden. Der Kinderschutzbund übernimmt wieder die Kooperation und die Organisation von Fachlehrern. Die Schüler kommen vorwiegend aus Krisengebieten wie Syrien oder dem Irak.
Ohne das Erlernen der deutschen Sprache ist ein guter Schulabschluss schwer zu erreichen. Aktive Teilnahme am Unterricht sowie das Entwickeln von sozialer Kompetenz ist für diese Kinder nicht möglich. Auf den weiterführenden Schulen würden sich die Probleme noch verschärfen, sodass die Chance auf Bildung und Beruf sich weiter minimiert.