Werke zu den Themen Leben und Freundschaft

Adam Fadel, selbst Geflüchteter und mittlerweile Mitarbeiter und Projekt-Begleiter der AWO, stellte eine Buddha-Skulptur und ein Diorama mit dem Titel „Freundschaft“ aus. (Foto: AWO Region)

Geflüchtete stellen in der AWO-Seniorenresidenz aus

LEHRTE (r/gg). "Wer von Teilhabe nicht reden will, soll von Integration schweigen!" Unter diesem Motto steht eine Ausstellung der AWO Region, die gestern in der AWO Seniorenresidenz an der Ahltener Straße eröffnet wurde. Geflüchtete aus verschiedenen Ländern stellen dort aus: Sie zeigen Tonfiguren, Gemälde, Näharbeiten, Skulpturen, Dioramen und Fotografien. „Als Arbeiterwohlfahrt stellen wir uns gegen Diskriminierung und lassen Teilhabe sichtbar werden“, erklärte Birgit Merkel, stellvertretende Vorsitzende der AWO Region, bei der Ausstellungseröffnung. „Rassismus ist leider wieder stärker geworden - wir müssen alles dafür tun, ihn zu bekämpfen“, ergänzte Nezir-Bajdo Begovic, stellvertretender Fachbereichsleiter Qualifizierung-Bildung-Teilhabe bei der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover. Dazu gehöre immer auch zu zeigen, welche Bereicherung Geflüchtete für die Gesellschaft in Deutschland sind.
Die Werke der Geflüchteten stammen aus verschiedenen Kursen und Projekten, die die AWO in den vergangenen zwei Jahren angeboten hatte: Kreative Tonarbeiten und Malen für geflüchtete Frauen, Kunst-Ferienprojekt für Jugendliche "migrantis avis" (Zugvögel), einem Projekt zur beruflichen Orientierung mit dem Schwerpunkt Näheinstieg sowie Fotos von Tagesausflügen mit Erwachsenen, Familien und Kindern. Adam Fadel, selbst Geflüchteter und mittlerweile Mitarbeiter und Projekt-Begleiter der AWO, stellte eine Buddha-Skulptur und ein Diorama mit dem Titel „Freundschaft“ aus. „Wir Menschen teilen so viel: Wir leben und arbeiten zusammen, wir lachen gemeinsam - das alles bedeutet Freundschaft“, sagte Adam Fadel. Olaf Ueberheide, Personalrat in der Stadtverwaltung, war einer der ersten Besucher der Ausstellung. Er sagte: „Die Ausstellung zeigt, welche Ressourcen und Fähigkeiten Geflüchtete haben.“
Die Ausstellung ist bis Freitag, 22. März, geöffnet: montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr, dienstags von 9 bis 12 Uhr und freitags von 12 bis 14 Uhr sowie nach Absprache. Kontakt: Telefon 05132 83 07 825.