Wechsel an der Albert-Schweitzer-Schule

Die Verabschiedung aus der Schulleitung der Albert-Schweitzer-Schule mit der Übergabe der entsprechenden Urkunde der Landesschulbehörde vollzog Dezernent Oliver Brandt und dankte Beate Forgber für ihre Tätigkeit. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Schulleiterin Beate Forgber verabschiedet

LEHRTE (gg). Eine große Feierstunde haben Lehrerkollegium und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule zur Verabschiedung ihrer Leiterin Beate Forgber im Kurt-Hirschfeld-Forum gestaltet. Unter den Gästen waren neben zahlreichen Ratsmitgliedern, auch Vertreter des Schulelternrats, des Fördervereins, des Schulvorstands, Rektoren anderer Lehrter Schulen und langjährige berufliche Wegbegleiter. Alle Schüler der Albert-Schweitzer-Schule waren in das Bühnenprogramm eingebunden, alles war dem Motto „Maritime Seefahrt“ angepasst – eine Weiterentwicklung von Beate Forgbers über 17 Jahre gepflegte Botschaft an die Schüler: „Ein Schiff kann nicht ohne Kapitän fahren, es kann aber auch nicht ohne die Mannschaft fahren.“ Es wurde gesungen, getanzt und geturnt. Kreative Präsentationen lockerten die Abfolge der Grußworte, zeigten die Nähe und die Verbundenheit der Schüler zu ihrer Schulleiterin. Lehrtes Stadtrat Uwe Bee grüßte und würdigte die Verdienste von Beate Forgber in 17-jähriger Tätigkeit an der Albert-Schweitzer-Schule. Stets habe sie bauliche Verbesserungen bei der Stadtverwaltung eingefordert. Die Bedürfnisse der Schüler und die pädagogische Entfaltung sei ihr sehr wichtig gewesen. Seitens der Niedersächsischen Landesschulbehörde würdigte Dezernent Oliver Brandt die Verdienste von Beate Forgber. Viele Neuerungen habe sie in den 17 Jahren als Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule eingeführt, wie den islamische Religionsunterricht oder der Englisch-Unterricht – beides lange bevor dies in anderen Schulen Normalität wurde. Früh habe es die Auszeichnung „Sportfreundliche Schule“ gegeben, ein Schulzoo wurde eingerichtet, ein Schulgarten soll noch folgen. Gelungen sei es, nicht nur Probleme im Schulalltag zu lösen, sondern auch zu verhindern. Klar und ohne Umschweife habe sie stets ihre Meinung vertreten. Letzeres griffen insbesondere die Schulsozialarbeiterinnen Marlies Prüß und Birgit Ecke gemeinsam mit Hausmeister Lothar Gallowski in einem Sketch auf, verpackten den Führungsstil mit "geraden Ansagen" in gut gemeinter Ironie. In der Metapher der Schifffahrt formulierte Beate Forgber den Rückblick auf die Leitung der Albert-Schweitzer-Schule: „Es war kein Traumschiff, manchmal ein Frachter.“ Um die Chancen für ihre Schüler zu erhalten, in Zeiten von Integration und Inklusion, sei sie mit Überzeugung unbequem gewesen, insbesondere in ihren Botschaften an die politischen Fraktionen im Lehrter Rat und im Schulausschuss. Der Kampf um Platz und Räume sei nicht zu Ende, werde sich fortsetzen.