Wasserdampf, Auto in Flammen und Küchenbrand

Einsatz der Feuerwehr am Donnerstag auf der Körnerstraße. (Foto: Stadtfeuerwehr Lehrte)

Feuerwehr leistet drei Einsätze an einem Tag

Lehrte (r/gg). Am Donnerstag wurde die Feuerwehr an drei Einsatzorten in unterschiedlichen Anforderungen tätig. Um 5.24 Uhr löste in einem Gewerbebetrieb an der Mielestraße Wasserdampf eine Brandmeldeanlage aus. In einem dort gelagerten Gewerbebetrieb löste Wasserdampf die Brandmeldeanlage aus, die wiederum die Feuerwehr alarmierte. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen vor Ort und prüfte die Lage.
Gegen 16.15 Uhr gab es einen Pkw-Brand im Bereich der Parkstraße. Acht Einsatzkräfte waren mit einem Fahrzeug vor Ort und löschten im Schnellangriff.
Der dritte Einsatz des Tages forderte die Einsatzkräfte dann unmittelbar nach dem Pkw Brand. Die Einsatzkräfte waren gerade eingerückt und hatten die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht, als dann gegen 17.27 Uhr ein gemeldeter Küchenbrand die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in die Körnerstraße alarmierte. Das gemeldete Lagebild "Küchenbrand" hat sich bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schnell bestätigt: Im Bereich eines Doppelhauses schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern im Erdgeschoss des im Hinterhof befindlichen Anbaus. Aufgrund der Lage wurde dann bereits kurz darauf die Alarmstufe erhöht und somit weitere Einsatzkräfte, darunter der dritte Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte bestehend aus den Ortsfeuerwehren Steinwedel und Aligse aber auch der Einsatzleitwagen und die Einsatzleitung-Ort hinzu gerufen.
Die Herausforderung für die Einsatzkräfte bestand hierbei in der Bebauung des Gebäudes. Vom Straßenbereich war lediglich der vordere Wohnbereich des Hauses ersichtlich, jedoch baulich zum hinteren Teil des Gebäudes getrennt. Im Hinterhof befand sich nun der angelagerte Anbau. In dem massiv gebauten Anbau stand bereits die Küche in Vollbrand und die Flammen drohten auf das Obergeschoss über zu greifen. Glücklicherweise konnten sich die Anwohner selbständig und unverletzt in Freiheit bringen. Aufgrund der Bebauung konnte die Drehleiter jedoch ausschließlich auf dem Nachbargrundstück in Stellung gebracht werden, um von oben über das Dach in Riegelstellung zu gehen. Parallel wurden dann im Rahmen der Brandbekämpfung im Innenangriff zunächst vier Trupps unter schwerem Atemschutz unter Einsatz von Druckschläuchen eingesetzt. Bereits rund 15 Minuten nach Alarmierung konnte Bereits "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden - eine weitergeführte Erkundung im Obergeschoss brachte dann keine Erkenntnisse: das Feuer konnte hier also größtenteils zurückgehalten werden, jedoch war im Bereich der Fenster schon eine deutliche Brandbeaufschlagung festzustellen. Das schnelle vorgehen der Einsatzkräfte hat hier aber bereits ein komplettes übergreifen verhindert. Die Drehleiter unternahm parallel die Kontrolle der Dachhaut von außen und hielt ein Wenderohr bereit. Da zunächst nicht auszuschließen war, dass die Flammen sich bereits bis unter das Flachdach ausgebreitet hatten, wurde vorsorglich der Bergungszug des THW alarmiert. Jedoch konnte im weiteren Verlauf der Einsatzmaßnahmen keine weitere Brandbeaufschlagung oder Brandausbreitung, sowohl durch gezieltes vorgehen mittels Wärmebildkamera als auch durch Überprüfung der Dachhaut festgestellt werden, sodass ein Einsatz für das THW dann nicht mehr erforderlich war.
Insgesamt sechs eingesetzte Trupps unter schwerem Atemschutz und insgesamt 58 Einsatzkräfte konnten durch das schnelle Eingreifen somit verhindern, dass die Flammen sich beispielsweise bis in das Obergeschoss oder die Dachhaut oder aber auch in den Bereich des Vorderhauses ausbreiteten. Der hinter gelagerte Anbau ist durch das Feuer nicht mehr Bewohnbar. Jedoch konnte der vordere Bereich des Hauses so weit geschützt werden, dass die Anwohner noch am selben Abend in ihren vorderen Bereich des Hauses zurückkehren konnten - und, da es sich um eine Familie handelte, den anderen Teil der Familie sogar aufnehmen konnten. Zu Ursache und Schadenshöhe können keine Angaben getätigt werden. Der Einsatz war gegen 20 Uhr beendet und die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben. Insgesamt waren die Feuerwehren Lehrte, Steinwedel und Aligse mit insgesamt 13 Fahrzeugen und 58 Einsatzkräften vor Ort - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Benjamin Rüger.