Was für eine Schützenparty!

Scheibenkieker Klaus Kost nagelt die Jux-Scheibe beim König an.

Ahltener Schützen feierten bei bestem Sommerwetter ihre Majestäten

VON DANA NOLL

AHLTEN/LEHRTE. Wenn die Ahltener ihr Schützenfest feiern, dann lassen sie es ordentlich krachen! Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Spätsommerwetter wurden an drei Tagen die Majestäten geehrt – mit Proklamation, Festessen, Umzügen und Party. Höhepunkt war am Montagmorgen der Marsch durchs Dorf zum Anbringen der Festscheibe beim Schützenkönig Falko Zehe. Und während im letzten Jahr der Wettergott eine ordentliche Dusche schickte, war diesmal Schwitzen angesagt. Die Schützenbrüder und -schwestern zeigten sich tapfer und behielten überwiegend trotz Marscherleichterung bei 25 Grad Celsius ihre Uniformsjacken an. „Mir ist es lieber, wenn mir das Wasser am Rücken herunter läuft als eine Regendusche von oben“, scherzte Scheibenkieker Klaus Kost.
Pünktlich um 9.30 Uhr zog der Festtroß in Richtung Damaschkestraße, angeführt von Vorstand, Festausschuss und Ortsrat, musikalisch begleitet von den Ahltener Musikanten und dem Flötenorchester der SG Ahlten. Am Ende der Karawane – die „Dicke Berta“ mit dem Kanonen-Team. Seit 52 Jahren im Einsatz, begleitete die alte Dame auch in diesem Jahr den Festmarsch zum Schützenkönig. Allerdings mit einem kleinen Abstecher in Richtung Grundschule und Kindergarten. Hier warteten die Mädchen und Jungen schon sehnsüchtig auf den Umzug und vor allem auf die Bonbons, die mit einem Kanonenknall auf die Straße flogen.
Beim König angekommen, standen Zaungäste und „Schmier-Kommando“ schon bereit. Das 9-köpfige Damen-Team des „Schmier-Kommandos“ der Ahltener Schützengesellschaft war bereits seit über zwei Stunden fleißig am Brote schmieren. 12 ganze Brote wurden deftig mit Mett, Käse, Salami und Dosenwurst belegt.
Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen - und so ging es für Scheibenkieker Klaus Kost die Leiter hoch zum Annageln. Auch in diesem Jahr hatte sich das Kanonen-Team wieder viele Gedanken gemacht, wie die Jux-Scheibe für den jungen König aussehen könnte. „Denn in Ahlten ist es Tradition, dass wir eine Jux-Scheibe aufhängen, die zum König passt“, erzählen sie. Nachdem im letzten Jahr ein Wurm durch ein Xylophon kroch, war in diesem Jahr ein Baumeister zu sehen. Und so wurde aus dem angehenden Bau-Ingenieuren Falko Zehe, Bob Zehe, in Anlehnung an den berühmten Kinderhelden, „Bob, der Baumeister“. „Nach dem Frühstück kommt aber die echte Scheibe an die Wand“, versicherten die Kanonen-Brüder, „Diese schmückt ein Elch und ist wie immer handgemalt!“