Vorsorge für das Frühjahr

Mit dem Maschineneinsatz war das Pflanzen der Blumenzwiebeln eine kurze Aktion in Ahlten. (Foto: Günther Friedrich)

1.100 Blumenzwiebeln maschinell in den Boden gesteckt

AHLTEN (r/gg). Nachdem unter der Regie des Vereins Lebendiges Ahlten schon auf der Streuobstwiese einen Blühstreifen angelegt und Blumenzwiebeln gepflanzt wurden, gab es nun eine Erweiterung der Pflanzaktion. Für die Verschönerung der Ortseingänge an der Hannoverschen Straße bei Edeka und an der Planetenstraße gegenüber der Streuobstwiese hat der Verein nun professionelle Dienste in Anspruch genommen. Ortsbürgermeisterin und Vorstandsmitglied Heike Koehler hatte eine Anregung aus dem Rathaus aufgegriffen und den Vorstand überzeugt, dafür Vereinsmittel einzusetzen.
In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hat der Verein einen Fachbetrieb beauftragt, sodass mithilfe einer speziellen Maschine auf drei Flächen, insgesamt Hundert Quadratmeter, 1.100 Blumenzwiebeln in die Erde gesteckt wurden. Die ausgewählten verschiedenen Narzissen, Camassia (Präriekerze) und Allium (Zierlauch) sollen nacheinander von März bis Juni blühen und nicht nur Augenweide sein; sie gelten auch als besonders bienen- und schmetterlingsfreundlich.
Unter den Augen der Vereinsvorsitzenden Christine Ahrens, Anja Ebel vom Fachdienst Grünplanung und Umwelt und Kolleginnen des Fachdienstes Baubetrieb wurden nun die Zwiebeln von der Firma in den Boden gebracht. In einem Arbeitsgang schnitt die Spezialmaschine das Gras auf, hob es ein wenig an und gab die Blumenzwiebeln mit einem Langzeitdünger hinein, der 16 Monate lang für ein gesundes Wachstum sorgen soll. Anschließend klappte der Rasen wieder zu, so dass von den Einschnitten kaum etwas zu sehen ist.
Die enge Zusammenarbeit von Verein und Stadtverwaltung war auch deshalb notwendig, weil es sich bei den Wegerändern und Böschungen um öffentliches Grün handelt, das vom Bauhof in den Sommermonaten regelmäßig gemäht wird. Damit darf auf diesen Flächen erst ab Ende Juli begonnen werden. Stadtverwaltung und Verein weisen deshalb schon jetzt darauf hin, dass dort nicht nur die Blumen blühen, sondern auch bis etwa Ende Juli das Gras höher wachsen wird. Um das Gedeihen nicht zu gefährden, sollten die gekennzeichneten Flächen möglichst nicht betreten werden.
Auch der sogenannte Friedhofskreisel, dessen Pflege der Verein Lebendiges Ahlten von der Region übernommen hatte, wurde auf Vereinskosten von einem örtlichen Gartenbaubetrieb neu gestaltet.
Christine Ahrens und Anja Ebel freuten sich über den gelungenen Einsatz und hoffen auf das erhoffte gute Gedeihen. Beide schließen nicht aus, im nächsten Jahr weitere Flächen zu bepflanzen, wenn sich das Verfahren bewährt. Die Zusammenarbeit hat jedenfalls hervorragend geklappt, waren sich beide einig - so der Bericht von Günter Friedrich.