Viel Spaß aber auch zu wenig Besuch beim Schützenfest Steinwedel

Ausgerechnet bei seinem letzten Ausmarsch an der Spitze des Festausmarsches musste der scheidende Ortsbürgermeister Manfred Kissau (li.) mit Schützenchefin Sabine Bode (li.) eine Schieflage beim Festbesuch bilanzieren. (Foto: Walter Klinger)

Auch nach Verlegung in den Mai das alte Lied: Nachbarfeste „knappsen ab“

LEHRTE/STEINWEDEL (r/kl). Auch mit der Terminverlegung ihres Volks- und Schützenfestes vomn September in den „Wonnemonat“ Mai sind die Steinwedeler Schützen nicht aus der Terminkonkurrenz zu benachbarten Großveranstaltungen heraus gekommen. Zwar gab es eine solche dieses Mal nicht in der Kernstadt Sehnde, aber zwischen den „Burgdorfer Sommernächten“, Arpker Altdorffest, Rocknacht, Stadtschützenfest und Familien-Einkaufssonntag in Sehnde fand das Steinwedeler Ereignis schlicht zu wenig BesucherInnen.
Dabei geben sich die Steinwedeler Grünröcke redlich Mühe, ihr Vereinsleben und ihr Volksfest attraktiv zu halten. Beispiele dafür sind der Kinderwettbewerb um die „Ritter“ und das „Burgfräulein zu Depenau“, die musikalische Untermalung der Kaffeetafel im Festzelt durch den Shantychor „Graf Luckner“ Burgdorf und neben dem langen Festausmarsch mit vielen Kindergruppen auch der stets vergnügliche Schabernack beim Umzug zum Scheibenannageln durchs Dorf.
Woran es lag, vielleicht eben auch am guten Ausflugs-Sonnenwetter, das viele das Festzelt scheuten, wird jetzt genau zu analysieren sein. Cliquenwirtschaft jedenfalls kann wohl nicht der Grund sein – im Festausmarsch waren von der Siedlergemeinschaft bis zur Kinderfeuerwehr praktisch alle im Dorf engagierten Gruppen dabei – nur ins Zelt müsste man sie noch kriegen.
Vielleicht wird es verändert, gefährdet ist das Steinwedeler Schützenfest aber wohl nicht. Der Schützennachwuchs jedenfalls machte auf seinem Festwagen klar, wofür die Stzeinwedeler Grünröcke für ihr Fest gehen würden: durch „Himmel und Hölle“ …