Viel Platz weckt viel Vorfreude

Zusammenkunft beim Richtfest der neuen Kita in Arpke (von links): Heike Koehler, Werner Stakemann, Markus Lechelt (Stadtverwaltung Sachgebietsleitung Kinderbetreuung), Michael Aselmeier und die Handwerker der Zimmerei Rottinghaus GmbH; Bürgermeister Frank Prüße (von rechts) und Ortsbürgermeister Klaus Schulz. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Richtfest für die Kita Arpke, eintausend Quadratmeter bebaut

Arpke (gg). Eine kleine Zeremonie präsentierte die Stadtverwaltung anlässlich des Dachaufbaus der Kita im Neubaugebiet "Im See". Der Handwerkstradition folgend wurde ein Richtkranz aufgestellt. Zimmermann Chris Voltermann von der Zimmerei Rottinghaus GmbH aus Lohne rief die frohe Botschaft aus, wünschten allzeit Glück und Gesundheit im neuen Haus und dankten dem Bauherrn, in diesem Fall die Stadt Lehrte. Statt der klassischen bunten Bänder hingen am Richtkranz Tücher mit guten Wünschen für die Zukunft. „Sicherheit, Geborgenheit“, „Das Spielzeug soll nie kaputt gehen“ und vieles mehr hatten die Kita-Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen darauf geschrieben, die jetzt noch in der alten Kita am Hainhoop untergebracht sind, sich aber schon auf den Umzug freuen. „Wir können es kaum erwarten“, sagte Kita-Leiterin Annabell Kleine. Insbesondere die Aussicht auf viel Platz ließe bei allen die Herzen höher schlagen. Zu dem beachtlichen Ausmaß der bebauten Fläche sagte Frank Prüße: „Erstaunlich groß, lang und flach, aber das war für die pädagogische Arbeit so gewünscht.“ In seinen Grußworten zeigte er weitere Dimensionen auf: „340 Kubikmeter Beton sind in der Sohle und in den Fundamenten verbaut. Wenn man das mal umrechnet, um es anschaulich zu machen, entspricht dies einem Betonwürfel mit einer Kantenlänge von sieben Metern. Irre. Eine Holzmenge die rechnerisch 23 Bäumen mit einem Stammdurchmesser von 40 Zentimeter entspricht, wurde verbaut.“ Wichtig zu erwähnen war dem Bürgermeister noch die Funktionalität. Nicht nur ein, sondern zwei Räume werden zusätzlich zu den Gruppenräumen für Bewegung und andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Geheizt wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Es wird weder Solarstrom noch Solarwärme erzeugt. „Dafür ist das Pultdach mit der geringen Dachneigung einfach nicht passend“, erklärte Architekt Michael Aselmeier am Rande. Eine Dachbegrünung ist vorgesehen. Frank Prüße empfindet das Objekt als „architektonisch gelungen“. Heike Koehler, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, urteilte noch positiver. Sie sagte in ihren Grußworten: „Ich bin begeistert von den Plänen. Das Gebäude fügt sich gut in das Neubaugebiet (zweigeschossige Bauweise) ein.“ Ortsbürgermeister Klaus Schulz dankte der Stadtverwaltung für die Aufstockung der Kapazität auf die vierte Gruppe noch während der Planungsphase. So können jetzt zwei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern und zwei Krippengruppen mit je 15 Kindern den Neubau auf eintausend Quadratmeter Gebäudefläche beziehen. Der Außenbereich ist 2.700 Quadratmeter groß, davon sind 1.400 Quadratemter für die Kinder als Spielfläche nutzbar. Die Baukosten liegen bei 3,7 Millionen Euro. 17 bauausführende Firmen sind an der Erstellung der neuen Kita beteiligt, darunter zwei aus Lehrte. Werner Stakemann, in der Stadtverwaltung für die Baubegleitung verantwortlich, rechnet mit der Einhaltung der Kostenkalkulation. Auch der Zeitrahmen, Bezug des Neubaus im zweiten Quartal 2021, soll gehalten werden.